Erstes deutsches OpenLab von Stellantis

Opel und TU Darmstadt forschen an neuen Lichttechnologien

23. Februar 2022, 14:21 Uhr | Irina Hübner
Adaptive Lichttsysteme können das Autofahren sicherer machen.
© Opel

Die enge Zusammenarbeit von Opel mit der TU Darmstadt soll den Start in eine neue Ära der Lichttechnologie ermöglichen. Damit startet das erste OpenLab von Stellantis in Deutschland.

Opel und die TU Darmstadt forschen gemeinsam an neuen Lichttechnologien. Dies geschieht im Rahmen des weltweiten Stellantis-Forschungsnetzwerks mit renommierten Universitäten. In aktuell 15 sogenannten OpenLabs werden wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen, die für die Technologiesysteme zukünftiger Fahrzeuggenerationen genutzt werden sollen. Außerdem finanziert Stellantis am Darmstädter Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik (etit) zunächst für die kommenden vier Jahre drei Doktoranden.

»Fortschrittliche, adaptive Lichtsysteme sorgen für so viel mehr als die situationsgerechte Ausleuchtung der Straße«, sagt Opel-CEO Uwe Hochgeschurtz. »Sie stehen in Verbindung mit zahlreichen Assistenzsystemen und machen die Autofahrt in jeder Hinsicht sicherer und komfortabler. Gemeinsam mit der TU Darmstadt wollen wir technologisch vollkommen neue Lichtsysteme entwickeln und auf die Straße bringen. Wir freuen uns, dafür mit den Experten aus Wissenschaft und Forschung zusammenzuarbeiten.«

OpenLab-Lichttechnik: Von der Forschung ins Auto

Wie sich die Kommunikation von Fahrzeugen mit anderen Verkehrsteilnehmern und damit die Sicherheit im Straßenverkehr über innovative Lichtsysteme erhöhen lässt, zeigt bereits die Pixel-Vizor-Fahrzeugfront, mit der vor wenigen Monaten der Opel Manta GSe ElektroMOD als erstes Fahrzeug mit Straßenzulassung vorfuhr.

»Wir betrachten das Thema Licht ganzheitlich. Licht hat in vielen Bereichen des Automobils eine große Relevanz, das geht weit über die Scheinwerfer hinaus«, erläutert Philipp Röckl, Lead Innovation Engineer Exterior Lighting. So liegen die Forschungsschwerpunkte im OpenLab an der TU Darmstadt auf der Weiterentwicklung von Kommunikations- und Fahrerassistenzsystemen, adaptiven Scheinwerfersystemen, Rückleuchten, Innenraumbeleuchtung sowie Lichtquellen allgemein.

Die Wissenschaftler:innen werden unter anderem an einem intelligenten, sich selbst adaptierenden Schweinwerfer- und Heckleuchtensystem forschen, das sich je nach Umgebung und Verkehrssituation sowie weiteren Einflussfaktoren optimal an die Erfordernisse anpasst. Verantwortlich dafür sind unterschiedliche Segmente innerhalb der Beleuchtung, die von einer Software einzeln angesteuert werden. Bereits im Laufe des Jahres sind erste Tests mit einem Prototyp geplant.

»Wir wollen so die automobile Lichttechnik revolutionieren – und die Entwicklung über alle Stufen begleiten, von der Forschung, über Prototypen und Tester bis zum fertigen Produkt«, gibt Professor Tran Quoc Khanh, Leiter des Fachgebiets Adaptive Lichttechnische Systeme und Visuelle Verarbeitung am etit der TU Darmstadt, einen Ausblick.

Kooperation beschleunigt Sicherheitsgewinn auf der Straße

Für beide Kooperationspartner bedeutet das neue OpenLab eine Win-win-Situation auf dem Weg zu zukünftigen Lichtgenerationen: Stellantis greift auf die wissenschaftliche Expertise an der TU Darmstadt zurück, um Forschungserkenntnisse in Fahrzeugsysteme zu überführen. Die Doktoranden der TU indes können die technischen Infrastrukturen des Automobilunternehmens nutzen, um ihre Entwicklungen im Einsatz zu testen.

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