Minimax setzt auf Flying Prober von Spea

Baugruppen(re)design und Teststrategie im Einklang

20. Oktober 2022, 16:00 Uhr | Nicole Wörner

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Harte Anforderungen an das Testsystem

Die Anforderungen des Brandschutzspezialisten überstiegen die übliche Performance eines Testsystems. Gefordert waren offene Schnittstellen zur Einbindung von Hard- und Software externer Hersteller, um intensivste Funktionstests durchführen zu können. Auch sollte Boundary Scan weiter nutzbar sein. Das System sollte möglichst vollständig automatisierbar sein, um das Handling zu vereinfachen und Zeit zu sparen. Testprogramme sollten möglichst schnell, einfach und automatisiert erstellt werden können. Sowohl die Programmierung von Firmware als auch Funktionstests mit laufender Firmware sollten möglich sein. Fehler müssen auf Bauteil- bzw. Pinebene identifizierbar sein.

Konfiguration SPEA 4060s2

Standardmäßig ist der SPEA 4060 mit sechs multifunktionalen Testköpfen ausgestattet – vier von oben und zwei von unten. Jeder der sechs Testköpfe kann eine breite Palette unterschiedlichster Testtools und Probes aufnehmen wie z. B. Electro Scan, Beleuchtungsmessgeräte u. a. Diese Testtools werden zusätzlich zur Probe montiert. Außerdem kann eine sogenannte MPU (Multi-Probe-Unit) auf der Achse montiert werden. Der SPEA 4060 bei Minimax hat Göpels Boundary Scan Hard- und Software sowie Bus-Kommunikationskomponenten integriert. Außerdem misst und prüft ein Beleuchtungsmesser die LED-Funktionen der Baugruppe. Da auch Funktionstests durchgeführt werden sollen, hat sich Minimax für zwei Multi-Probe-Units (MPUs) auf den unteren Achsen entschieden.

Multi-Probe-Unit (MPU)

Die SPEA-MPU ist eine zusätzliche mechanische Kontaktiereinheit, die auf einer der Achsen des Systems positioniert wird. Mit der MPU werden zusätzlich verschiedene externe Signale auf die Baugruppe gebracht. Das kann z. B. Power, Boundary Scan, Bus-Kommunikation oder Bausteinprogrammierung sein. Die Anordnung der Pins ist variabel. Standardmäßig ist die MPU mit 3 x 3 Pins bestückt, kann aber kundenspezifisch konfiguriert werden, z. B. 2 x 4 Pins.

Diese Standard-MPU wurde für Minimax erweitert, so dass sowohl Boundary Scan als auch Bus-Kommunikation und SPEA-Signale (analog + digital) genutzt werden können. So kann zum Beispiel über eine der MPUs Spannung angelegt werden, während die andere z. B. die Bus-Kommunikation oder Boundary Scan übernimmt und die oberen Probes entsprechende Messungen durchführen.

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  1. Baugruppen(re)design und Teststrategie im Einklang
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  3. Typischer Testablauf auf dem SPEA 4060 bei Minimax

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