E-Mobility im Verteilerverkehr Mercedes-Benz eActros im Murgtal

Rein batterieelektrisch angetriebener Lkw für den schweren Verteilerverkehr: Mercedes-Benz eActros startet im Murgtal: emissionsfreier und leiser Transport.
Rein batterieelektrisch angetriebener Lkw für den schweren Verteilerverkehr: Mercedes-Benz eActros startet im Murgtal: emissionsfreier und leiser Transport.

Daimler hat 2018 seine Elektro-Flotte um den Lkw eActros ergänzt. Seit Juni 2018 hat die Flotte bereits mehr als 30.000 km zurückgelegt. Nun folgen weitere Tests im Schwarzwald beim Einsatz von Logistiktransporten.

Mercedes-Benz möchte ab 2021 in Städten auch schwere elektrifizierte Serien-Lkw zum Einsatz bringen und dabei betriebswirtschaftlich mit Diesel-Nutzfahrzeugen konkurrieren.

Praxistest auf der Route Ötigheim-Rastatt

Ab dem Frühjahr 2019 startet Logistik Schmitt einen Praxistest zur Erprobung des 25 t-eActros von Daimler. Dabei legt der elektrisch betriebene Lkw eine Tagesstrecke von 168 km im Dreischicht-Betrieb zurück. Auf zwölf Touren werden dabei zwölf t Gewicht transportiert. Er verkehrt zwischen dem Lager von Logistik Schmitt in Ötigheim und dem rund sieben km entfernten Werkteil Rastatt des Mercedes-Benz Werks Gaggenau. Der Lastkraftwagen kommt beim Transport für Getriebegehäuse zum Einsatz. Zur Ladung der Batterie wird eine mobile Ladestation eingesetzt, um den Brummi auch während des Be- und Entladens aufzuladen.

Test mit Oberleitungs-Lkw

Parallel zu den Tests mit dem batteriebetriebenen Fahrzeug, geht ein weiteres Projekt an den Start: eWayBW. Im Zuge des Projekts soll ab 2020 der Warentransport von Ötigheim ins Werk Gaggenau auf der B462 über eine Strecke von 14 km mit einem Oberleitungs-Lkw absolviert werden. Momentan wird die dafür benötigte Infrastruktur aufgebaut. Dabei kommt eine weiterentwickelte Version des eActros mit höherer Tonnage und Reichweite zum Einsatz. Etwa ein Jahr lang sollen Oberleitungs-Lkw und der batteriebetriebene eActros parallel fahren.

Direktvergleich Batterie zu Oberleitung

Im Zuge der Parallelfahrt wird es dann auch noch für etwa ein bis zwei Wochen zu einem Direktvergleich kommen. Der eActros soll dann die Route der Oberleitung-Nutzfahrzeuge befahren. Jedes Fahrzeug soll Papierrollen über die knapp 18 km lange Strecke von den Papiermühlen in Gernsbach-Obertsrot zum Logistik-Standort der Firma Fahrner in Kuppenheim transportieren. Um den Konzeptvergleich zu unterstützen wird zusätzlich ein konventioneller Diesel-Lastwagen mit modernster Messtechnik ausgestattet und die Oberleitungs-Strecke befahren. So kann Mercedes-Benz die Daten des Diesel-Lkw mit den Daten des elektrisch – per Oberleitung und Batterie – betriebenen Lastkraftwagen vergleichen.