Trends bei Steckverbindern

Harwin, ODU und TE Connectivity im Gespräch

7. April 2022, 13:00 Uhr | Ralf Higgelke

Fortsetzung des Artikels von Teil 2

Günter Feldmeier, TE Connectivity

TE Connectivity, Günter Feldmeier
Günter Feldmeier, Fellow und Global Leader Standardization & Consortia, Intellectual Property bei TE Connectivity
© TE Connectivity

Die momentan wichtigsten Trends in der Automatisierung sind Miniaturisierung, Modularität, Robustheit, Benutzerfreundlichkeit und Vereinfachung der Verkabelungsstruktur in Automatisierungssystemen. Ein Beispiel dafür ist One Cable Automation (OCA). Diese Trends verstärken die Nachfrage nach dedizierten Konnektivitätslösungen. Insbesondere der begrenzte Bauraum verlangt nach hybriden Steckverbindern, die Energie, Signale und Daten in einem einzigen Steckverbinder vereinen.

Um die Automatisierungsinfrastruktur (z. B. speicherprogrammierbare Steuerungen, SPS) modularer und flexibler gestalten zu können, muss das Steckverbinderportfolio von heute ebenfalls hochflexibel sein. Dies lässt sich unter anderem durch verschiedene Einsätze in denselben Gehäusen erreichen, d. h. durch eine modulare Architektur. Und schließlich muss sich die Automatisierungstopologie dadurch vereinfachen, dass die Kommunikationsprotokolle auf Ethernet vereinheitlicht werden.

Single Pair Ethernet (SPE) bietet miniaturisierte und modulare hybride Steckverbinder gemäß der Norm IEC 63171-7, die von TE Connectivity, einem Pionier auf dem Gebiet der hybriden Übertragung, vorgeschlagen wurde. Mit diesen hybriden SPE-Steckverbindern lassen sich Daten mit bis zu 1 Gbit/s und gleichzeitig Leistungen bis zu 11 kW bzw. 16 A übertragen. In der Automatisierung hat SPE das Potenzial, die heute verwendeten Feldbussysteme zu ersetzen und eine durchgängige Ethernet-basierte Kommunikation bis in die Feldebene zu ermöglichen.

TE Connectivity hat aber noch einen weiteren Vorteil im Blick: die gemeinsame Übertragung von Daten und Leistung über einen Stecker und ein Kabel (Einkabellösung). Dies ist ein ebenso wichtiger Schritt in Richtung »Industrie 4.0«, denn er macht große Teile der Verkabelung überflüssig, senkt die Systemkosten weiter und ermöglicht es den Kunden, ihre Anlagen und Geräte noch schneller zu montieren und in Betrieb zu nehmen. Die hybriden SPE-Steckverbinder von TE Connectivity nach IEC 63171-7 haben ein robustes, in der Industrie etabliertes M12-Steckgesicht, das neben dem SPE-Datenpaar bis zu fünf Leistungskontakte integriert.

Da M12-Steckverbinder weltweit in der Automatisierungstechnik etabliert sind – und beispielsweise auch an Sensoren und Aktoren weit verbreitet sind – gibt es kaum Vorbehalte aus dem industriellen Umfeld. Der elektromagnetischen Verträglichkeit, ein wichtiger Aspekt der hybriden Übertragung, wird durch die getrennte Anordnung der Kontakte für Daten und Power im M12-Stecker Rechnung getragen.

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