Nur mit Ökostrom

BMW will Autofabrik ohne Gas und Öl betreiben

11. Mai 2022, 11:05 Uhr | München (dpa)
BMW-Logo, in diesem Fall vor dem BMW-Werk Berlin.
© Christophe Gateau/dpa

BMW will seine Autofabrik im ungarischen Debrecen ausschließlich mit Öko-Strom betreiben. Das Werk in Ungarn soll vollständig auf fossile Energieträger verzichten, wie Vorstandschef Oliver Zipse auf der BMW-Hauptversammlung in München erklärte.

Nach Angaben von Zipse ist das ungarische Werk damit das weltweit erste Automobilwerk, das ohne fossile Energien betrieben wird.

Am 1. Juni werde der Grundstein für das Werk in Ungarn gelegt, 26 Monate später sollen dort die ersten Vorserien-Autos der vollelektrischen Neuen Klasse vom Band laufen. Der Großteil des für die Produktion benötigten Stroms werde direkt auf dem Werksgelände erzeugt, »für den Rest nutzen wir zu 100 Prozent regenerative Energiequellen«, sagte Zipse.

Der Verzicht auf Gas im Werk Debrecen gehe zurück auf das Ziel, den CO2-Ausstoß in der Fertigung zu reduzieren, und sei unabhängig von der aktuellen Versorgungslage, sagte eine Unternehmenssprecherin. Das sei aber auch wirtschaftlich sinnvoll: »Das Konzept sorgt für Preisstabilität und Versorgungssicherheit.«

Bislang braucht BMW Gas in den Autofabriken vor allem für den Betrieb von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen und für die Öfen in der Lackiererei. Im vergangenen Jahr hat der Konzern weltweit 3,5 Millionen Megawattstunden Erdgas verbraucht, von insgesamt 6,5 Millionen Megawattstunden Energie insgesamt. Der größte Teil des CO2-Ausstoßes von 766 153 Tonnen stammte demnach aus der Verbrennung von Erdgas in den Kraft-Wärme-Anlagen und Lackierereien.

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