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Elf Pkw aus der Kompaktklasse im Test

ADAC vergleicht Vernetzungsmöglichkeiten

07. Juli 2020, 13:30 Uhr   |  Stefanie Eckardt

ADAC vergleicht Vernetzungsmöglichkeiten
© ADAC

Der ADAC testete die Konnektivität in der Kompaktklasse.

Der ADAC hat zusammen mit der »Connect« und dem IT-Beratungsunternehmen »Umlaut« die Vernetzungsmöglichkeiten von elf Fahrzeugen der Kompaktklasse untersucht. Dabei wurde getestet, welches Fahrzeug das beste Konzept aus Funktionsumfang und Bedienbarkeit bietet.

Sprachsteuerung, staufreie Navigation sowie ein vielseitiges Infotainment-Angebot sind vom Smartphone bekannt und werden vom Nutzer auch zunehmend im Fahrzeug verlangt. Allerdings erhöhen zusätzliche Funktionen und komplexe Menüstrukturen das Ablenkungspotenzial im Straßenverkehr. Der ADAC testete elf Pkw der Kompaktklasse zusammen mit der Connect und dem Unternehmen Umlaut und ermittelte dabei, welches Fahrzeug das beste Konzept aus Funktionsumfang und Bedienbarkeit bietet. Untersucht wurden die Fahrzeuge BMW M135i xDrive, Mercedes-Benz A250e, Audi Q3 Sportback, Volkswagen Golf VIII, Hyundai Iconiq Plug-In, Ford Focus Titanium, Peugeot 2008 GT, Renault Capture, Opel Astra Sports Tourer Elegance, Toyota Corolla Lounge Touring Sports Hybrid und Mazda 3 Selection Skyaktiv-X Hybrid.

Der Test teilte sich in vier Kategorien auf:

  • Infotainment (Benutzeroberfläche und Unterhaltung),
  • Navigation,
  • Konnektivität (Vernetzungsmöglichkeiten) und
  • Bedienkomfort.

Besonderes Augenmerk wurde dabei auf ein intuitives Anzeige- und Bedienkonzept gelegt. Im Ergebnis konnten sich nur die Premiumhersteller bewähren, während die anderen Fahrzeuge die Tester wenig überzeugten. Der am schlechtesten bewertete Mazda bietet nicht einmal ein Touch-Display.

Der Testsieger BMW M135i xDrive punktet mit komfortabler Bedienung sowie großen, hochaufgelösten Displays inklusive Head-up-Display und einer Smartphone-App mit vielen Funktionen. Entsprechend hoch ist mit 48.900 Euro der Grundpreis des Fahrzeugs. Um das Gesamtpaket nutzen zu können, kommen für Digitalradio, Gestensteuerung und das Business Paket Professional noch 3.650 Euro dazu.

Gut schnitten auch Mercedes-Benz A250e und Audi Q3 Sportback ab. Während Mercedes mit Augmented Reality neue Standards in der Navigationsdarstellung setzt – beispielsweise zeigen Pfeile die Abbiegehöhe an – bieten Audi und BMW ein Satellitenbild. Eine solch aufwändige Darstellung findet man bei keinem anderen Testfahrzeug. Nicht einmal beim Golf VIII, obwohl Volkswagen mit einer besonders hohen Vernetzung wirbt.

Gesamtbewertung im Überblick: ADAC-Test Konnectivität 2020.
© ADAC

Gesamtbewertung im Überblick: ADAC-Test Konnectivität 2020.

Kritisch sahen die Tester, dass keiner der Kandidaten ein CD-Laufwerk bietet - nicht einmal gegen Aufpreis. Immerhin wurden in Deutschland im vergangenen Jahr 40 Mio. Musik-CDs verkauft. Da Digitalradio-Empfang noch nicht in Serie erhältlich ist, rät der ADAC, DAB+ unbedingt zu ergänzen – das steigert den Wiederverkaufswert. Zu bedenken geben die Tester, dass Zusatzkosten bei Sonderausstattungen sowie Folgekosten durch Datendienste entstehen können. Auch sollten Käufer auf eine detaillierte Liste der vom Auto erfassten, verarbeiteten und an den Hersteller gesendeten Daten dringen – entweder beim Verkäufer oder beim Hersteller. Wichtig aus Sicht des ADAC: In allen vernetzten Testfahrzeugen konnte die Datennutzung (Privatmodus) deaktiviert werden.

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