Milliardenschweres Joint Venture

VW und Umicore gründen Firma für Batteriematerialien

26. September 2022, 11:43 Uhr | Salzgitter/Brüssel (dpa)
Ein Volkswagen-Logo spiegelt sich in einer Rolltreppe in der Autostadt im Volkswagen-Stammwerk.
© ulian Stratenschulte/dpa

Die Batteriesparte des Volkswagen-Konzerns und der belgische Materialtechnologiekonzern Umicore gründen ein Gemeinschaftsunternehmen für Batteriematerialien. Das Joint Venture aus der VW-Tochter PowerCo und Umicore mit Sitz in Brüssel will 3 Mrd. Euro investieren.

Bis Ende des Jahrzehnts soll das neue Gemeinschaftsunternehmen Materialien für 2,2 Millionen Elektroautos jährlich liefern.

Mit den Batteriekomponenten wollen die Firmen einen großen Teil des Bedarfs von Volkswagens geplanten europäischen Batteriezellfabriken decken. Vorwiegend geht es dabei um Batterie-Kathoden und Vormaterialien für 160 GWh an Zellkapazität. VW will mit Partnern gemeinsam bis Ende des Jahrzehnts in sechs europäischen Fabriken Elektroauto-Akkus mit einer Leistung von 240 GWh jährlich herstellen.

»Der wichtigste Kostenfaktor von E-Fahrzeugen ist im Moment die Batterie«, sagte PowerCo-Chefeinkäufer Jörg Teichmann. Die Batterie sei daher auch die Basis des Erfolgs der E-Mobilität. Zusammen mit Umicore sichere man sich Volumen zum besten Preis und mit der besten Kostenstruktur.

Umicore-Chef Mathias Miedreich ergänzte, das Joint Venture sei strategisch einzigartig, weil es sich europaweit um die erste allumfassende Lieferkette in dem Bereich handele. »Keine andere Partnerschaft hat eine solche Stärke über die gesamte Wertschöpfungskette», sagte er. Perspektivisch sei außerdem das Recycling gebrauchter Batterien für das Joint Venture eine Option.

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