Absichtserklärung mit GME geschlossen

Stellantis plant Kauf von Nickel- und Kobaltsulfat für E-Autos

10. Oktober 2022, 9:29 Uhr | Irina Hübner
Der Nickel-Kobalt-Abbaubetrieb Murrin Murrin in Westaustralien.
Der Nickel-Kobalt-Abbaubetrieb Murrin Murrin in Westaustralien.
© Minara Resources

Stellantis und GME Resources Limited haben eine unverbindliche Absichtserklärung über den künftigen Kauf von Nickel- und Kobaltsulfat-Produkten in Batteriequalität aus dem Nickel-Kobalt-Projekt NiWest in Westaustralien unterzeichnet. Dies soll der erste Schritt einer längeren Partnerschaft sein.

NiWest ist ein Nickel-Kobalt-Erschließungsprojekt, das beabsichtigt, pro Jahr circa 90.000 Tonnen Nickel- und Kobaltsulfat in Batteriequalität für den Elektrofahrzeug-Markt zu produzieren. Bis dato wurden mehr als 30 Mio. australische Dollar in Bohrungen, metallurgische Testarbeiten und Erschließungsstudien investiert. Eine endgültige Machbarkeitsstudie für NiWest soll noch in diesem Monat beginnen. Der vorgesehene Standort der Aufbereitungsanlage für NiWest befindet sich in einer Entfernung von etwa 30 km zu den Murrin-Murrin-Aktivitäten – dem größten Nickel-Kobalt-Betrieb in Australien, der zum Glencore-Konzern gehört.

Im Rahmen seines Strategieplans Dare Forward 2030 kündigte Stellantis an, bis 2030 einen Absatzmix von 100 % batterieelektrischen Personenkraftwagen (BEV) in Europa und von 50 % bei Personenkraftwagen und Nutzfahrzeugen in den Vereinigten Staaten erreichen zu wollen. Bis 2030 will das Unternehmen damit die CO2-Emissionen um 50 % reduzieren und bis 2038 sind Netto-Null-Emissionen das Ziel.

Stellantis hat seine Versorgung mit kohlenstoffarmem Lithium-Hydroxid Anfang des Jahres durch die Unterzeichnung von Vereinbarungen mit Vulcan Energy und Controlled Thermal Resources für Europa bzw. Nordamerika ausgebaut.

»Tag für Tag arbeitet Stellantis daran, unseren Kundinnen und Kunden saubere, sichere, erschwingliche und hochmoderne Mobilitätsfreiheit zu bieten«, betont Maxime Picat, Chief Purchasing and Supply Chain Officer von Stellantis. »Die Sicherung der Rohstoffquellen und der Batterieversorgung wird die Wertschöpfungskette von Stellantis für die Produktion von Batterien für Elektrofahrzeuge stärken. Zudem – und das ist ebenso wichtig – wird dieser Schritt dem Unternehmen helfen, sein ambitioniertes Ziel bei der Dekarbonisierung zu erreichen.«

»Stellantis ist ein hochkarätiger Partner. GME ist erfreut, diese Absichtserklärung unterzeichnet zu haben, die hoffentlich den ersten Schritt in einer langfristigen Partnerschaft darstellt«, sagte GME-Geschäftsführer Paul Kopejtka. »Wir sind mit dem Verlauf unserer Gespräche sehr zufrieden und freuen uns nun darauf, parallel zum Beginn der endgültigen Machbarkeitsstudie für das Nickel-Kobalt-Projekt NiWest weitere detaillierte Verhandlungen zu führen. Eine endgültige Vereinbarung mit Stellantis wäre ein entscheidender Schritt, um das NiWest-Projekt bis zur kommerziellen Nutzung voranzutreiben.«

Der Abschluss der unverbindlichen Absichtserklärung unterliegt den üblichen Abschlussbedingungen, einschließlich der behördlichen Genehmigungen.
 

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