Mit Amazon-Technologie

Nächster BMW-Sprachassistent nutzt Alexa

29. September 2022, 9:16 Uhr | Seattle (dpa)
Stephan Durach, BMW Group, und Dave Limp, Amazon, beim Amazon Devices and Services Launch Event.
Stephan Durach, BMW Group, und Dave Limp, Amazon, beim Amazon Devices and Services Launch Event.
© BMW

BMW wird seine nächste Sprachassistenz-Software auf Basis der Alexa-Technologie von Amazon entwickeln. Auch weitere Innovationen kündigt Amazon auf seinem Neuheiten-Event an.

Amazons Sprachassistenz-Software soll binnen der kommenden zwei Jahre in ersten Fahrzeugen von BMW verfügbar sein, wie die beiden Unternehmen ankündigten.
Der Münchner Autobauer greift dafür auf Amazons Lösung Alexa Custom Assistant zurück, mit der verschiedene Unternehmen eigene Sprachassistenten auf Grundlage von Alexa entwickeln können.

Weitere Neuigkeiten von Amazon

Amazon stellte bei seinem jährlichen Neuheiten-Event neben Modellen seiner Echo-Lautsprecherreihe auch weitere Funktionen für den im vergangenen Herbst präsentierten Haushaltsroboter Astro vor. Das Gerät ist eine Art Tablet auf Rädern mit Kamera und Alexa-Software. Unter anderem kann der Roboter künftig angelernt werden, um auf seinem Weg durch den Haushalt auf geöffnete Fenster und Türen hinzuweisen. Durch eine Verknüpfung mit Amazons Ring-Sicherheitstechnik kann Astro zudem »nachsehen«, wenn die Kameras einen Eindringling melden.

Die Astro-Roboter sind bisher nur für ausgewählte Nutzer in den USA verfügbar. Amazon habe aber bereits hunderttausende Anfragen von Interessenten bekommen, und es gebe Engpässe bei der Produktion, sagte Amazon-Gerätechef Dave Limp. Obwohl das Gerät bereits vor einem Jahr vorgestellt worden sei, sei es der fortgeschrittenste Haushalts-Roboter, den er kenne.

Amazon stellt zudem eine Software-Schnittstelle für Entwickler bereit, um Astro nützlicher zu machen. Limp ist überzeugt, dass in einigen Jahren in jedem Haushalt mindestens ein Roboter irgendeiner Art im Einsatz sein wird und will mit Amazons Geräten eine Vorreiter-Rolle dabei spielen. Der Konzern kauft gerade unter seiner Regie den Robostaubsauger-Spezialisten iRobot.

Alexa soll smarter werden

Zu anderen Neuerungen gehört, dass Alexa smarter werden und auf Grundlage von Wiederholungen im Verhalten der Nutzer selbst Routinen erstellen soll. Wenn man zum Beispiel regelmäßig den Wecker an festen Tagen auf eine bestimmte Zeit stelle, werde die Software vorschlagen, dies automatisiert zu übernehmen. »Wenn Personalisierung tatsächlich funktioniert, wirkt das wie Magie«, sagte Limp. Zugleich sei das kein einfaches Unterfangen – so bekomme man auf Amazons Handelsplattform auch nach 25 Jahren Erfahrung manchmal noch unerklärliche Kaufempfehlungen.

Vernetzte Technik nicht mehr ständig austauschen

Insgesamt wolle Amazon dafür sorgen, dass vernetzte Technik für das Zuhause durch Software-Updates länger nützlich bleibe und nicht ausgetauscht werden müsse. »Was mir generell Sorgen macht, ist, dass wir als Industrie viel Zeit und Geld dafür aufwenden, um die Verbraucher davon zu überzeugen, dass sie ihre Technik alle ein, zwei Jahre upgraden müssen«, sagte Limp.

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