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Automatisierter Ladevorgang von easelink

Hohe Ladeeffizienz ohne Kabel und Ladesäule

Am Boden montierte Pads »Matrix Charging« in Tiefgarage.
Das Elektrofahrzeug parkt oberhalb der am Boden montierten Pads. Der Ladevorgang startet bei »Matrix Charging« automatisch – mit einer Effizienz von über 99 Prozent.
© Jungwirth | easelink

Keine Kabel, keine Ladesäule, keine uneinheitlichen Stecker: easelink entwickelte eine Ladetechnik, bei der Elektrofahrzeuge über am Boden befestigte Pads automatisiert geladen werden – in der Tiefgarage oder im Drive-In.

Für Elektrofahrzeuge bedeutet jede Standzeit grundsätzlich potenzielle Ladezeit – allerdings ermöglichen aktuelle Ladetechniken kein automatisches Laden. Das österreichische Unternehmen easelink automatisiert nun den Ladevorgang  – aus Standzeit wird so effektive Ladezeit, ohne Kabel und Ladesäule.

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»Matrix Charging«

Die konduktive Ladetechnik von easelink nennt sich »Matrix Charging«. Ein sich aus dem Unterboden des E-Fahrzeugs absenkender Konnektor dockt sich zum Laden automatisch an den Pads an, die am Boden montiert sind und mit der Stromversorgung verbunden sind. Das fahrzeugseitige Zusatzgewicht für die Ladetechnik liegt bei unter 5 kg.

Konnektor und Pad der Ladetechnik »Matrix Charging«
Der am E-Fahrzeug montierte Konnektor dockt automatisch am Pad an.
© Jungwirth | easelink

Das punktgenaue Anhalten und die Ausrichtung des Fahrzeugs sind für den Ladevorgang nicht entscheidend, da die Parktoleranz bei 380 x 380 mm liegt. Die sechseckigen, metallischen Kontaktflächen am Konnektor arretieren sich automatisch am Pad.

Aus Sicht des Unternehmens lässt sich dadurch die vom Fahrer wahrgenommene Reichweite der E-Fahrzeuge steigern, da potenziell jede Standzeit zum Nachladen genutzt werden kann.

Große Ladeleistung

Auf Basis der so genannten Konduktion wird eine Ladeleistung von bis zu 43 kW (Gleichstrom) beziehungsweise 22 kW (Wechselstrom) übertragen. Die Effizienz liegt bei über 99 Prozent – vergleichbare Ladeprodukte auf Induktionsbasis sind ineffizienter.

Bestandteile »Matrix Charging« von easelink
Die Ladetchnik »Matrix Charging« besteht aus Konnektor (oben) und Pad (unten).
© Jungwirth | easelink

Das Unternehmen validiert derzeit in diversen Entwicklungsumgebungen unterschiedliche Prototypen.

So hat beispielsweise bereits der asiatische Automobilhersteller Great Wall Motors großes Interesse bekundet und auf der letztjährigen IAA in Frankfurt das Ladesystem in einem Konzeptfahrzeug von WEY eingesetzt.

Skalierbarkeit

»Matrix Charging« kann in jedes beliebige Fahrzeug integriert werden und macht automatisiertes Laden in allen Automobilsegmenten möglich. Die konduktive Ladetechnik benötigt infrastrukturseitig keine bewegten Bauteile und ist daher beliebig skalierbar.


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