Siliziumkarbid-Inverter

BorgWarner steigert Reichweite von Sportwagen

1. Juni 2022, 12:28 Uhr | Kathrin Veigel
BorgWarner SiC-Inverter
Der neue Siliziumkarbid-Inverter von BorgWarner treibt in Zukunft Fahrzeuge von zwei Sportwagenbauern an.
© BorgWarner

Fahrzeuge von zwei Sportwagenherstellern sind künftig mit einem 800-V-SiC-Inverter von BorgWarner ausgestattet. Sie sollen Systemeffizienz, Ladedauer und Reichweite der Flitzer verbessern.

Inverter sind eine der Schlüsselkomponenten moderner Energiesysteme. Sie wandeln nicht nur den in der Batterie gespeicherten Gleichstrom in Wechselstrom um, sondern auch umgekehrt, den beim Bremsen zurückgewonnenen Strom zur Speicherung in der Batterie.

Derzeit sind die meisten Elektrofahrzeuge mit einem 400-V-System ausgestattet. Da von vollelektrischen Fahrzeugen eine immer größere Reichweite und höhere Anforderungen an die Ladeleistung gestellt werden, ist ein effizienteres Halbleitermaterial erforderlich, um die Leistungsdichte von Invertern und elektrischen Antrieben zu erhöhen. Aus diesem Grund hat BorgWarner einen Leistungsmodul mit beidseitiger Kühlung und hoher Leistung entwickelt, der für 800-V-Systeme geeignet ist.

Der neu entwickelte SiC-Inverter verwendet das Viper-Leistungsmodul von BorgWarner, wobei Halbleiter- und SiC-Material eingespart werden konnten. Die doppelseitige Kühltechnik im Leistungsmodul hat nach Unternehmensangaben dazu beigetragen, das Gewicht um 40 Prozent und die Größe um 30 Prozent zu reduzieren. Verglichen mit herkömmlichen Si-basierten Invertern konnte die Leistungsdichte des SiC-Inverters um 25 Prozent erhöht werden, so der Hersteller.

Durch das spezielle Viper-Design ist die Lösung skalierbar und wird so wechselnden Anforderungen gerecht. Sie passt sich sowohl an Nieder- als auch an Hochspannungssysteme an, was es einfacher macht, die verschiedenen erforderlichen Spannungsbereiche für Plug-in Hybride und batterieelektrische Fahrzeuge zu erfüllen. 

Die beiden batterieelektrischen SUVs, die mit BorgWarners 800-V-SiC Inverter ausgestattet werden, sollen ab 2023 und 2024 produziert werden.


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