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Ford forscht mit Drohnen

Die Vogelperspektive für das Fahrzeug

14. März 2018, 12:57 Uhr   |  Andreas Pfeffer

Die Vogelperspektive für das Fahrzeug
© Ford

Die Identifizierung von Drohnen könnte künftig auf Basis von Anti-Kollisions-Lichtern erfolgen.

Ford untersucht neue Einsatzbereiche von Drohnen und testet die potenzielle Zusammenarbeit mit Kraftfahrzeugen – auf Basis einer entwickelten Programmier-Plattform.

Die Drohnen-Technik setzt sich immer weiter durch, steckt allerdings insgesamt noch in den Kinderschuhen. Auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Einsatz sind vielerorts noch nicht ausgereift – sowohl in Europa, als auch in Amerika.

Daher nimmt Ford nun am FAA Unmanned Aircraft Systems Symposium der US-Luftfahrtbehörde (FAA) teil. Als Automobilhersteller im Regelungsausschuss schlägt Ford neue Einsatzbereiche für Drohnen vor. Grundlage hierfür ist eine generelle Identifizierung, ohne bestehende Modelle zu modifizieren.

Der Vorschlag von Ford beinhaltet einen 10-stelligen Code, der an den Fluggeräten angebracht wird. Da die ID allerdings nur aus unmittelbarer Nähe und daher nicht im Flug abgelesen werden kann, hat sich das Unternehmen mit Anti-Kollisions-Lichtern beschäftigt, um die Sichtbarkeit von Drohnen zu verbessern. Die Idee wurde in den USA zum Patent angemeldet und basiert auf ASCII-kodierten Binär-Signalen, die eine universelle Kompatibilität gewährleisten. Die Registrierungsnummer kann daher mit einer kamerabasierten Anwendung erfasst werden. Dekodierungs-Algorithmen, beispielsweise aus Google TensorFlow, können so auf einem Standard-Smartphone ausgeführt werden und die in der Luft befindlichen Drohnen identifizieren.

Da mittlerweile viele Menschen Drohnen als Hilfsmittel im Alltag einsetzen, interessieren sich die Forscher für eine mögliche Interaktion zwischen Auto und Drohne.

Potenzial von Drohnen

Neben luftfahrtrechtlichen Fragen beschäftigt sich Ford auch mit den Drohnen, um Überschneidungen von Kundeneinsatz und potenzieller Fahrzeugnutzung zu erkennen. Das Unternehmen hat für die Anwendung eine eigene Entwickler-Plattform erstellt. Ford-Teams können damit die Zusammenarbeit von Drohnen und Fahrzeugen testen – beispielsweise im Rahmen von Vermessungsarbeiten.

Design einer Drohne von Ford
© Ford

Ford möchte Hardware, Software, Benutzeroberflächen und Design-Konzepte von Drohnen testen und entwickeln.

Durch die Plattform erhalten die Teams eine definierte Umgebung, in der sie die Potenziale der Technik und die künftige Rolle von Drohnen evaluieren können.

Ziel der Entwicklungsarbeit ist die Ausweitung des Systems zu einer Open-Source-Plattform, damit auch externe Entwickler partizipieren können.

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