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Automatisiertes Fahren

Datenmengen per KI bändigen

KIT autonomes Fahren
© Andres Rösch, KIT

In automatisierten und vernetzten Fahrzeugen fallen viele Daten an. Das Projekt KIsSME nutzt KI, um die Datenmengen klein zu halten sowie im Auto Speicher, Strom und Aufwand während des Fahrens zu sparen. Zugleich werden Informationen verdichtet, um Fahrzeuge sicherer zu machen.

Vier bis acht Terabyte Daten fallen in einem automatisierten Fahrzeug der Stufe 4 bis 5 an – pro Tag.

Die Daten kommen aus verschiedenen Sensoren, die Informationen über Fahrzeugstatus und Umgebung sammeln, um in Echtzeit verlässliche Fahrentscheidungen treffen. Bei der Erprobung muss jede Fahrzeugvariante Millionen von Kilometern zurücklegen und viele verschiedene Szenarien meistern, die Infrastruktur, Witterung sowie andere Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer und deren Verhalten kombinieren.

Algorithmen für intelligente Datenauswahl

Kataloge von Fahrszenarien zu erstellen und bei der Fahrzeugerprobung neu auftretende Szenarien einzusortieren, das heißt, schon während des Fahrbetriebs nur diejenigen Daten aufzuzeichnen, die tatsächlich einen Mehrwert bringen, – das ist der Ansatz des nun gestarteten Verbundvorhabens KIsSME (steht für »Künstliche Intelligenz zur selektiven echtzeitnahen Aufnahme von Szenarien- und Manöverdaten bei der Erprobung von hochautomatisierten Fahrzeugen«). Dazu entwickeln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf KI basierende Algorithmen, die bereits während des Fahrbetriebs die anfallenden Daten selektieren.

Testfeld Autonomes Fahren

KIsSME bekommt dazu Daten aus realen Fahrversuchen und Simulationen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Dazu laufen Messfahrten im öffentlichen urbanen Verkehr und auf dem Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg (TAF BW) in Karlsruhe sowie Closed Vehicle-in-the-Loop Simulationen an einem Gesamtfahrzeugprüfstand des KIT. Zudem überprüfen die Forscher:innen die im Projekt entwickelten KI-Modelle und KI-Selektoren, indem sie die von den Verbundpartnern erarbeiteten Algorithmen auf die Daten aus Versuchen und Simulationen anwenden. KIsSME bezieht sich auf automatisiertes Fahren der Stufen vier bis fünf (vollautomatisiert bis autonom).

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert das Vorhaben mit insgesamt 6,5 Millionen Euro. KIsSME ist Anfang 2021 gestartet und auf drei Jahre angelegt.

 

 

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