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AMA Innovationspreis 2021

General Electric und Endress+Hauser auf Platz 1

04. Mai 2021, 16:00 Uhr   |  Markus Haller

General Electric und Endress+Hauser auf Platz 1
© AMA

Aus 29 Bewerbungen stehen die vier Finalisten fest.

Das Preisgeld von 10.000 Euro geht zu gleichen Teilen direkt an die Entwicklerteams. Beiden Entwicklungen überzeugten die Jury durch Innovationskraft und hohe Marktrelevanz.

Auch in diesem Jahr teilen sich zwei Entwicklerteams den ersten Platz des AMA-Innovationspreises. Bereits 2020 wurden die beiden Firmen MicroResonant und Senis ausgezeichnet. Sie entwickelten einen Winkel- und einen Ölsensor. In diesem Jahr wird ein Multisensorsystem für Mikro-Brauereien ausgezeichnet und eine neue Methodik zur Gasmessung, die sich in verschiedene kommerzielle Sensoren integrieren lässt.

Gassensorik mit dielektrischer Anregung

Am General Electric Research Center wurde die Methode der dielektrischen Anregung von Gasen entwickelt. Mit der Einführung dieses neuen Sensor-Anregungsschemas, das die Jury als »eine zeitgemäße Alternative zur klassischen Widerstandmessung« bezeichnet, werden konventionellen halbleitenden Metalloxid-Materialien (SMOX) neue Gassensorfähigkeiten verliehen. Das Anregungsschema bietet ein lineares Gasansprechverhalten (R² > 0,99), einen dynamischen Gaskonzentrationsbereich von sechs Dekaden, eine hohe Basislinienstabilität, reduzierte Feuchtigkeitseffekte und eliminierte Umgebungstemperatureffekte. Dieses Produkt ist bereits mit einem Partner auf den Markt gebracht worden. Derzeit arbeitet das Team mit verschiedenen weiteren Anwendern aus den Bereichen Verbraucher, Industrie, Medizin, innere Sicherheit und anderen zusammen.

Zum Entwicklerteam aus den USA gehören: Dr. Radislav A. Potyrailo, Richard St-pierre, Dr. Aghogho Obi, Dr. Baokai Cheng, Dr. Christopher Collazo-Davila, Dr. Brian Scherer, Dr. Hilary Lashley Renison, Dr. Andrew Burns (General Electric Research Center)

Multiparametermessung als cloudbasierter Sensor für die Fermentation

Das Entwicklungsteam von Endress+Hauser hat einen Multisensor für Mikro-Brauereien entwickelt. Der »QWX43« ist ein innovatives, kompaktes und einfach zu bedienendes Multisensorsystem, das dem Anwender zu jedem Zeitpunkt volle Transparenz über den Fermentatinosprozess bietet, durch gleichzeitige Ausgabe von Dichte, Viskosität, Gärgrad, Extrakt-, Alkohol- und Zuckerkonzentration sowie weiteren Parametern. Mit dem Gerät kann der Brauer seinen Prozess rund um die Uhr überwachen, den Verlauf protokollieren, dokumentieren und speichern. Wertvolle Prozessauswertungen wie Beginn und Ende der Gärung erfolgen über das Webinterface. Das System basiert auf lediglich zwei Piezo-Stimmgabeln und strategisch platzierten Temperatursensoren und ist in einem hygienisch vollständig gekapselten Metallgehäuse realisiert.

Das Entwicklerteam besteht aus: Dr. Tobias Brengartner, Jan Schleiferböck, Dr. Sergey Lopatin, Andrey Dodonov, Pablo Ottersbach, Julia Rosenheim (Endress + Hauser Level+Pressure).

Alle vier Finalisten im Portrait

Die beiden Sieger standen mit zwei weiteren Sensorik-Erfindungen in der Endrunde. Im Video-Interview mit Jury-Vorsitzendem Prof. Andreas Schütze stellt er die vier Finalisten vor und erklärt, warum diese Erfindungen besonders innovativ sind und Lücken in der bisherigen Sensorik-Landschaft schließen.

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