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Abschluss der Sensor+Test 2021 digital

»Wir wurden nicht enttäuscht«

07. Mai 2021, 10:44 Uhr   |  Nicole Wörner

»Wir wurden nicht enttäuscht«
© AMA Service

Holger Bödeker, AMA Service GmbH: »Auch wenn die drei Messetage kein vollwertiger Ersatz für eine Präsenzveranstaltung sein können, so konnten wir insgesamt gesehen die Digitalisierung unserer Leitmesse deutlich vorantreiben und ausbauen.«

Die Sensor+Test 2021 – umständehalber erneut im rein digitalen Format ausgetragen – unterstreicht wieder einmal ihre Relevanz für die Sensorik- und Messtechnik-Branche. Für 2022 ist eine reale, virtuelle und hybride Messe geplant.

Die Zahl der Besucher lag mit 2500 erwartungsgemäß unterhalb der einer Präsenzveranstaltung (2019: ca. 7000 Besucher) – wie auch die Ausstellerzahl mit 188 (2019: 538). »Mit dem Ergebnis müssen wir in der aktuellen Situation dennoch zufrieden sein«, erklärt Holger Bödeker, Geschäftsführer des Veranstalters AMA Service GmbH. »Alle zusammen haben wir in der Vorbereitung auf die Onlinemesse viele neue Erfahrungen gesammelt und waren sehr gespannt, wie der Innovationsdialog unter diesen volldigitalen Bedingungen verlaufen würde. Heute können wir sagen, dass wir nicht enttäuscht wurden.«

Nach der im vergangenen Jahr erstmals rein digital ausgetragenen Sensor+Test haben die Veranstalter diesmal ein deutlich verbessertes Konzept präsentiert. Neben den reinen Produktpräsentationen und Vorträgen seitens der Aussteller punktete das neue System mit besseren Möglichkeiten für die digitale Kommunikation zwischen allen Teilnehmern.

Im Fokus standen vor allem die Vortragsreihen: In 50 Technologie-Vorträgen und 91 Kurzpräsentationen zeigten die Aussteller ihre Lösungen und Trends aus Sensorik und Messtechnik.

Auch das diesjährige Sonderthema der Messe – Sensorik und Messtechnik für die Zustandsüberwachung – wurde viel diskutiert. Damit waren die Beiträge der Aussteller auch im digitalen Format echte Publikumsmagnete. Ebenfalls hat der Gemeinschaftstand „Junge Innovative Unternehmen“ mit seinen zehn Start-ups ein digitales Pendant zur Präsenzmesse gefunden.

»Für uns als Veranstalter, für viele Aussteller und Besucher war die digitale Sensor+Test absolutes Neuland«, so Veranstalter Holger Bödeker. »Wir sind aber sehr stolz darauf, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern und allen Beteiligten die erste komplett digitale Veranstaltung so gut über die Bühne bringen konnten. Auch wenn die drei Messetage kein vollwertiger Ersatz für eine Präsenzveranstaltung sein können, so konnten wir insgesamt gesehen die Digitalisierung unserer Leitmesse deutlich vorantreiben und ausbauen.«

Erfolgreicher SMSI-Kongress

Die erstmals parallel stattfindende SMSI Sensor and Measurement Science International Conference verbuchte mehr als 220 Teilnehmer, die den 167 Vorträgen, Tutorials und Diskussionen folgten. Die nächste SMSI Conference findet im Jahr 2023 wieder parallel zur Sensor+Test statt.

Sensor+Test 2022: Real, virtuell und hybrid

Im nächsten Jahr soll die Sensor+Test als Präsenzveranstaltung vom 10. bis 12. Mai 2022 in den Hallen der NürnbergMesse stattfinden. Parallel dazu wird es wieder einen digitalen Teil geben, der über die reine Messezeit hinaus ganzjährig immer wieder Neuheiten der Aussteller über zahlreiche Kanäle verbreiten wird. »Damit möchten wir beide Welten verbinden und die Digitalisierung der Veranstaltung auch im kommenden Jahr weiter vorantreiben. Die Sensor+Test bleibt also auch in Zukunft eine hybride Veranstaltung«, erklärt Holger Bödeker.

Auf der wissenschaftlichen Seite wird die Messe 2022 durch die 21. ITG/GMA-Fachtagung Sensoren und Messsysteme begleitet. Und mit „Sensorik und Messtechnik für die Digitalisierung“ wird die langjährige Reihe der Sonderthemen fortgeführt.

»Unter welchen äußeren Umständen wir Aussteller und Besucher im kommenden Jahr hoffentlich wieder persönlich in Nürnberg begrüßen dürfen, kann noch niemand vorhersagen«, so Bödeker. »Für uns bleibt es aber das oberste Ziel, denn nicht nur wir, sondern auch viele unserer Teilnehmer wünschen sich nichts mehr, als endlich wieder eine Messe mit echten Begegnungen von Mensch zu Mensch erleben zu dürfen.«

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