Schwerpunkte

Messmethoden für die EPA-Zone

ESD-Schäden vorbeugen

03. März 2021, 14:25 Uhr   |  Nicole Wörner

ESD-Schäden vorbeugen
© ESD-Protect

Hochpräzises Elektrofeldmeter BGT Visio 600 von ESD-Protect für Begehtests

Im ESD-Bereich sind regelmäßige Messungen unumgänglich. Dabei geht es meist um drei typische Messmethoden, wie die Experten von ESD-Protect aufzeigen.

Widerstandsmessung, Messung elektrostatischer Aufladungen und Felder sowie die Messung elektrostatischer Entladungen. Hinzu kommen unterstützende Messungen der Umgebungsfaktoren wie die Messung der Temperatur und der relativen Luftfeuchte. Nutzt man hierfür die passenden Messgeräte, lassen sich ESD-Schäden verhindern

Widerstandsmessungen

Zur Messung von Oberflächen- und Ableitwiderständen sowie für die Feuchte- und Temperaturmessung hat ESD-Protect das Ohmmeter TeraResist 8000 entwickelt. Es bietet vier feste Messpannungen: 10, 100, 500 und 1000 V, wobei die Auto-Messspannungsfunktion die Messspannung automatisch umschaltet. Dank einer Timer-Funktion können Anwender auch über einen definierten Zeitraum messen. Ein interner Speicher behält alle Messwerte, die über die USB-Schnittstelle per Datenexport auch an einen PC gesandt werden können. Die mitgelieferte Software importiert und visualisiert die Messwerte.

Break-Down-Widerstandsmessungen

Einige Materialien verändern ihren Widerstand in Abhängigkeit von der Messspannung. Somit werden bei Widerstandsmessungen mit unterschiedlichen Messspannungen manchmal stark abweichende Widerstandswerte gemessen. Das TeraResist 8000 ermittelt, ab welcher Messspannung dieser Umschlag (Break Down) erfolgt. Dabei wird eine Messspannung in 50-V-Schritten von 10 V auf 1000 V hochgefahren, wobei der Widerstand laufend gemessen wird. Kommt es dabei zu einem Break-Down, sinkt der Widerstand plötzlich (>50 %). Dieser Punkt wird festgehalten als Break-Down Voltage. Dazu passend gibt es die neuen Messelektroden von ESD-Protect zur Messung von Oberflächenwiderstand (Rpp und Rpe) und Volumenwiderstand nach DIN IEC 61340-4-1 und IEC 61340-2-3.

Begehtests

Für die in der neuesten Ausgabe der ESD-Norm beschriebenen Begehtests, mit denen man die Funktionsfähigkeit eines ESD-Bodens überprüft, bietet sich das tragbare Elektrofeldmeter BGT Visio 600 mit Display an. Damit werden gemäß DIN EN 61340-4-5 am menschlichen Körper angesammelte Ladungspegel analysiert und direkt auf dem Display angezeigt. Über die Software werden die Messungen zudem auf dem Display des Tablets dargestellt, und die aufgenommenen Daten lassen sich als Messkurve auf dem Tablet speichern und archivieren.

Entladungsmessungen

Als Messsystem zur Erfassung von ESD-Ereignissen dient das modulare Universal-Messgerät EYE-Meter. Es erkennt, zählt und misst ESD-Ereignisse, die Fehler an Bauteilen verursachen können. Gerade bei Steckkontakten oder der Verarbeitung von Kabelbäumen sind plötzliche hohe Entladungen bis zu 4000 V keine Seltenheit. Zudem lassen sich Entladungen gegen Erde nachvollziehen. Das Gerät berechnet die Ereignisgröße für das Charged Device Model (CDM), das Human Body Model (HBM) und das Maschinenmodell (MM). Alle Messungen werden auf einer Micro-SD-Karte aufgezeichnet und können auf jeden PC zur weiteren Verarbeitung oder Archivierung geladen werden. Mit optional erhältlichen Aufsätzen (Sensoren) wird das EYE-Meter zum tragbaren Detektor für die Erfassung von ESD-Ereignissen und elektromagnetischen Feldern. Mit zusätzlichen Antennen lassen sich die ESD-Ereignisse auch in sich bewegenden Maschinen erfassen, an Stellen, an denen das Messen mit einem Handgerät unmöglich ist.

In den ESD-Audit-Koffern von ESD-Protect sind alle relevanten Messgeräte samt Zubehör im Set zusammengefasst, die Anwender für Messungen in ihrer EPA-Zone benötigen. Praktisch: Auch mit abnehmbarem Trolley erhältlich.

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