Der Arbeitsmarkt für Physiker

Wieder auf Vorkrisenniveau

11. Januar 2022, 12:14 Uhr | Corinne Schindlbeck
Einsteins Relativitätstheorie: Äquivalenz von Masse und Energie
© Pixabay

Die Arbeitsmarktsituation für Physikerinnen und Physiker ist gut: Inzwischen sei wieder das Niveau von vor der Covid-19-Pandemie erreicht, meldet die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG).

Beginnend im März 2020 habe sich pandemiebedingt zwar zunächst ein leichter Anstieg bei der Zahl der Arbeitslosen abgezeichnet, der seit März 2021 aber wieder abklinge, so die DPG in einem aktuellen Arbeitsmarktbericht, in dem Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) und des jüngsten Mikrozensus ausgewertet wurden.

Die von der BA für das Jahr 2020 berechnete studienspezifische Arbeitslosenquote für die Fächergruppe „Physik, Statistik, Mathematik“ liegt mit einem Wert von 2,7 Prozent leicht über dem Wert von 2018, der 2,4 Prozent betrug - eine derart niedrige Quote beuzeichnet man volkswirtschaftlich gesehen als „Vollbeschäftigung“.

Auch der Rückgang offener Stellen scheint gebremst. Ebenso ist die Zahl der Beschäftigten leicht gestiegen. Die Arbeitsmarktsituation für berufserfahrene Physikerinnen oder Physiker erweise sich damit als "unverändert krisenfest", so die DPG.

Anders als in vorangegangenen Jahren stieg die Dauer der Arbeitslosigkeit bei den 25- bis 34-Jährigen allerdings leicht an, was zeigt, dass der Berufseinstig in Zeiten der Pandemie erschwert war.

Im Mikrozensus 2018 gaben insgesamt 117 500 Erwerbstätige an, dass sie einen akademischen Physikabschluss haben. Sie sind in vielen Branchen beschäftigt. Im klassischen „Erwerbsberuf Physiker“ arbeiten hingegen weniger als 20 Prozent. Nur auf dieses knappe Fünftel beziehen sich die Daten der BA.

Physikerinnen oder Physiker sind in zahlreichen Berufen äußerst gefragt; die im Studium gelernten Techniken und Strategien sind bei vielen Arbeitgebern gefragt.

 


Das könnte Sie auch interessieren

Verwandte Artikel

elektroniknet