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Drei Jobprofile mit besten Aussichten

17. September 2020, 10:10 Uhr   |  Corinne Schindlbeck

Drei Jobprofile mit besten Aussichten
© Syda Productions/stock.adobe.com

Der »Embedded Software Engineer«, der »Field Application Engineer« und der »Business Development Manager« – natürlich m/w/d – gehören weiterhin zu den meistgesuchten Profilen. Wir stellen sie kurz vor.

  • Der Field Application Engineer (FAE)

Als Aufstiegsposition besonders für Entwicklungsingenieure interessant, denn Jobsicherheit ist nahezu garantiert. Als Bindeglied zwischen der Entwicklung, dem Kunden sowie dem eigenen Vertrieb ist es seine wichtige Aufgabe, Systemlösungen für die Kunden zu erarbeiten und gewinnbringend umzusetzen. Hierbei arbeiten die FAEs sehr eng mit den Außendienstmitarbeitern vom Vertrieb zusammen – reisefreudig sollte man also sein, denn den Großteil seiner Zeit verbringt der Field Application Engineer im Außendienst. Mit den Entwicklungsingenieuren der Kunden kann der FAE auf Augenhöhe über technische Details sprechen, dafür ist ein technischer Hintergrund essenziell. Zwingend notwendig ist außerdem ein hohes Maß an Kommunikationsfähigkeit, da er permanent im direkten Kundenkontakt steht und die Vertriebskollegen unterstützt.

Besonders in der Distribution ist der Bedarf an FAEs sehr groß, um die Produkte aus ihren Produktlinien bei den Kunden zu platzieren. Mit vermehrter Berufserfahrung und entsprechenden Erfolgen kann der FAE zum Senior Field Application Engineer befördert werden oder auch zum Application Manager. Als Application Manager wird er zum Hauptansprechpartner für alle technischen Belange und übernimmt Personalverantwortung für die FAEs und Senior FAEs des Unternehmens. Das Gehalt eines Field Application Engineers in der Elektronikbranche liegt zwischen 60.000 Euro und 106.000 brutto pro Jahr. Meist wird noch ein Firmenwagen zur Verfügung gestellt, der auch privat genutzt werden kann.

  • Der Embedded-Software-Entwickler

Embedded Software ist eines der Branchensegmente mit den besten beruflichen Zukunftsaussichten, und immer mehr Arbeitgeber suchen nach (hardwarenahen) Embedded-Spezialisten. Wer in diesem Job als Programmierer und Entwickler Karriere machen möchte, muss sowohl die Hardware-Komponenten als auch die Software-Programmierung beherrschen, denn er oder sie entwickelt Software für spezielle Hardware, etwa Steuergeräte.

Das Debugging gehört ebenfalls dazu, also Fehler in der Software finden und beheben. Pure IT-Spezialisten sind fehl am Platz, Hardware-Know-how ist neben sehr guten Programmierkenntnissen elementar. Ständige Weiterbildung ist essenziell: Die deutsche Embedded Software Community wächst stetig, durch Events wie die jährliche Fachmesse embedded world wird der Austausch gepflegt und die Technologie auf das nächste Level gehoben.

Soft Skills wie Teamfähigkeit, Eigeninitiative, zielorientierte Arbeitsweise und Fremdsprachenkenntnisse werden verlangt. Im Branchenvergleich ist das Gehalt der Embedded-Software-Entwickler überdurchschnittlich gut und variiert abhängig von Qualifikationen, Berufserfahrung und Größe des Unternehmens. Das Einstiegsgehalt liegt bei rund 50.000 Euro brutto im Jahr und steigt mit der Verantwortung. Durchschnittlich verdienen die Programmierer in Deutschland knapp 80.000 brutto im Jahr. Erfahrene Senior-Embedded-Software-Entwickler erreichen ein Jahresbruttogehalt von bis zu 95.000 Euro.

  • Der Business Development Manager

Analysieren, Schlüsse ziehen, Strategien entwickeln – das beschreibt die Tätigkeit des Business Development Managers in wenigen Worten. Er oder sie erschließt neue Geschäftsfelder und Produkte, die für das Unternehmen langfristig interessant sind. Basierend auf kontinuierlichen Analysen optimiert der BDM bereits existierende Unternehmensstrategien und entwirft neue. Die Verbesserung der operativen Leistung gehört ebenfalls zu seinen Aufgaben. Dabei hat der Business Development Manager das Potenzial anderer Unternehmen, externer Spezialisten sowie der eigenen Mitarbeiter und Mittel im Auge.

Gleichermaßen wichtig ist die Kontaktanbahnung mit möglichen Kunden oder Partnern, denn nur so lassen sich innovative Strategien realisieren. Marktanalyse, die Entwicklung bestehender Geschäftsbereiche und die Erschließung neuer Märkte machen die Tätigkeit anspruchsvoll und spannend. Angesichts zunehmenden internationalen Wettbewerbs ist der BDM in vielen Branchen eine gefragte Fachkraft für die zukünftige Positionierung von Organisationen.

Er oder sie arbeitet eng mit anderen Unternehmensbereichen wie der Entwicklung, dem Vertrieb, dem Marketing und dem Management zusammen. Für seine Tätigkeit benötigt der BDM mehrjährige Berufserfahrung, wenn möglich im technischen Vertrieb. Zu seinen Hauptaufgaben zählen neben Reisetätigkeit außerdem die Sicherung und Erweiterung des Marktanteils sowie die Erstellung von Business-Plänen und Marktanalysen. Der Verdienst liegt bei einem Elektronikunternehmen unabhängig von Branche oder Region bei durchschnittlich 79.445 Euro (ohne variable Bestandteile) bzw. 94.881 Euro (inkl. variabler Bestandteile) Brutto im Jahr. Wichtige Soft Skills sind selbstständiges, verantwortliches Arbeiten, Belastbarkeit und analytisches Denken, auch Team- und Kommunikationsfähigkeit, dazu Auslandserfahrung und Sprachkenntnisse.

Quellen: mut-job.de, hays.de
 

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