Infineon Technologies

»Starker Abschluss für hervorragendes Geschäftsjahr«

12. November 2018, 9:53 Uhr | Gerhard Stelzer
Dr. Reinhard Ploss, Vorsitzender des Vorstands von Infineon auf der Jahrespressekonferenz 2018 in Neubiberg.
Dr. Reinhard Ploss, Vorsitzender des Vorstands von Infineon: „Erstmals haben wir mit unseren heutigen Geschäftsbereichen in einem Quartal mehr als 2 Mrd. Euro Umsatz erwirtschaftet“.
© Elektronik | G. Stelzer

Infineon Technologies hat das Geschäftsjahr 2018 mit einem Umsatz von knapp 7,6 Mrd. Euro abgeschlossen, ein Plus von 8 Prozent. Beim Ausblick auf das erste Quartal bleibt der deutsche Halbleiterhersteller allerdings zurückhaltend.

Der in Neubiberg bei München ansässige Halbleiterhersteller Infineon Technologies konnte im Geschäftsjahr 2018 seinen Umsatz um acht Prozent auf 7.599 Mio. Euro steigern. Gleichzeitig erwirtschaftete der Konzern ein Segmentergebnis von 1.353 Mio. Euro bei einer Marge von 17,8 Prozent. Ein starkes viertes Quartal mit 2.047 Mrd. Euro, was einem Plus von 5 Prozent gegenüber dem Vorquartal und 12 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht, sowie ein Segmentergebnis von 400 Mio. Euro beflügelten das Jahresergebnis. Erstmals hat Infineon in einem Quartal mehr als 2 Mrd. Euro umgesetzt. Mittlerweile beschäftigt der Konzern 40.100 Mitarbeiter, gut 11.300 davon in Deutschland.

»Das vierte Quartal war ein starker Abschluss für ein hervorragendes Geschäftsjahr.
Erstmals haben wir mit unseren heutigen Geschäftsbereichen in einem Quartal mehr als 2 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet«, erklärte Dr. Reinhard Ploss, Vorsitzender des Vorstands von Infineon. »Die Digitalisierung und Elektrifizierung vieler Bereiche des täglichen Lebens sorgen für anhaltend hohe Nachfrage nach unseren Produkten und Lösungen. Wir starten mit gut gefüllten Auftragsbüchern ins Geschäftsjahr 2019 und wollen weiterhin überdurchschnittlich wachsen. Politische und wirtschaftliche Unwägbarkeiten behalten wir im Blick und können bei Bedarf angemessen reagieren.« Die hohe Nachfrage spiegelt sich unter anderem darin wider, dass »nicht alle Kundenwünsche in vollem Umfang oder in der gewohnten Lieferzeit erfüllt werden konnten«, so Ploss. Infineon steuert dabei mit einem stetigen Ausbau der Fertigungskapazitäten gegen.

Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung im abgelaufenen
Geschäftsjahr und des positiven Ausblicks für das Geschäftsjahr 2019 soll den
Aktionären auf der kommenden Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2018
eine Erhöhung der Dividende um 2 Cent auf 0,27 Euro je Aktie vorgeschlagen werden. Das wäre die fünfte Anhebung in Folge.

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Der Vorstand von Infineon möchte auf der nächsten Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende auf 27 Cent vorschlagen.
Der Vorstand von Infineon möchte auf der nächsten Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende auf 27 Cent vorschlagen.
© Elektronik | G. Stelzer

Ausblick 2019: 11 Prozent Umsatzsteigerung bei 18 Prozent Marge

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2019 erwartet das Unternehmen bei einem
angenommenen EUR/USD-Wechselkurs von 1,15 saisonal bedingt einen Rückgang des Umsatzes gegenüber dem Vorquartal um 4 Prozent (plus oder minus 2 Prozentpunkte). In der Mitte der Umsatzspanne wird die Segmentergebnis-Marge etwa 17,5 Prozent betragen.

Für das Geschäftsjahr 2019 geht Infineon bei gleichem unterstellten Wechselkurs von einem Anstieg des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr von 11 Prozent (plus oder minus 2 Prozentpunkte) bei einer Segmentergebnis-Marge von
etwa 18 Prozent
im Mittelpunkt der Umsatzprognose aus. Für das Segment Automotive prognostiziert das Unternehmen, dass das Umsatzwachstum deutlich über dem Konzerndurchschnitt liegen wird. Beim Segment Power Management & Multimarket sollte der Umsatz in etwa auf der Höhe des Konzerndurchschnitts liegen, während beim Segment Industrial Power Control ein etwas geringeres Wachstum als der Konzerndurchschnitt erwartet wird. Aufgrund der schwierigen Marktlage wird der Umsatz im Segment Digital Security Solutions voraussichtlich um einen mittleren einstelligen Prozentsatz gegenüber dem Vorjahr zurückgehen.

Für das Geschäftsjahr 2019 sind Investitionen in Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte einschließlich aktivierter Entwicklungskosten in Höhe von circa 1,6 bis 1,7 Mrd. Euro geplant. Hierin enthalten sind neben Investitionen, die direkt mit dem Umsatzwachstum korrelieren, auch bereits angekündigte Investitionen in Gebäude, darunter der Bau des Reinraums für die neue 300-mm-Fertigung in Villach in Höhe von circa 200 Mio. Euro. Die Abschreibungen sollten sich auf etwa 1 Mrd. Euro belaufen, wovon rund 90 Mio. Euro auf Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Erwerb von International Rectifier entfallen.


  1. »Starker Abschluss für hervorragendes Geschäftsjahr«
  2. Blick in die vier Geschäftsbereiche

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