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Große Pläne für Arizona

Die Fab 16 von TSMC.
Die Fab 16 von TSMC.
© TSMC

TSMC will zweistellige Milliarden-Beträge in den Bau modernster Fabs in Arizona investieren – von einer Fab in Europa ist nichts zu hören.

Die Investitionen in den USA werden damit die ursprünglich bekannt gegebenen 12 Mrd. Dollar für eine neue 5-nm-Fab in Phoenix deutlich überschreiten. Wie die Taipei Times erfahren haben will, plant TSMC bis zu sechs neue Fabs in den USA zu errichten. Jetzt seien auch  3-nm-Fabs im Gespräch, von denen eine bis zu 25 Mrd. Dollar kosten könne.

Offenbar wirken die Subsidien, die die amerikanische Regierung in Aussicht stellt, anziehend. Dasselbe dürfte für auch für Samsung und Intel gelten. Intel hatte bereits den Bau zweier Fabs bekannt gegeben, Samsung will 17 Mrd. Dollar in eine neue Fab neben der bereits bestehenden in Austin stecken.

Intel hat zudem Interesse gezeigt, sich an der von EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton propagierten EU-Foundry zu beteiligen.

TSMC ist von der Idee, sich in Europa zu engagieren, wohl weniger begeistert. TSMC erzielt mit europäischen Kunden nur 6 Prozent des Umsatzes, mit Kunden in Nordamerika 67 Prozent und mit Kunden im asiatisch-pazifischen Raum 17 Prozent. Die Hauptkunden von TSMC in Europa sind Automobilhersteller, die gerade nicht die fortschrittlichsten Chips mit Strukturgrößen von unter 10 nm benötigen. Deshalb stehen die großen europäischen IC-Hersteller und die Automotive-Industrie der Idee von Thierry Breton eher skeptisch gegenüber.


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