Schwerpunkte

Überlebensfrage für ZTE

Bitte um Aufhebung des Lieferstopps

07. Mai 2018, 07:13 Uhr   |  Heinz Arnold

Bitte um Aufhebung des Lieferstopps
© ZTE

Das Smartphone vom Txyp Blade V9 von ZTE. Ohne ICs aus den USA könnte es zumindest heute nicht in gewohnter Weise funktionieren.

ZTE hat das Handelsministerium der USA ersucht, den Lieferstopp aufzuheben. Er gefährde das Überleben des Unternehmens.

Insbesondere das Geschäft mit Smartphones ist gefährdet, wenn ZTE keine Chips von amerikanischen Halbleiterunternehmen wie Qualcomm mehr importieren darf. Die USA hatten den Schritt, amerikanischen IC-Herstellern für sieben Jahre zu verboten, ihre Produkte an ZTE zu liefern damit begründet, dass ZTE die US-Sanktionen gegen den Iran unterlaufen habe.

Jetzt hat ZTE dem Bureau of Industry and Security des U.S. Commerce Department neues Material vorgelegt, das das Unternehmen von den Anschuldigungen entlasten soll. Außerdem seien die Bemühungen von ZTE, den Regeln zu entsprechen, nicht ausreichend gewürdigt worden.

Der Lieferstopp hatte klar vor Augen geführt, wie abhängig China von den Chip-Exporten aus dem Ausland, insbesondere aus den USA ist. Unabhängig davon wie der Streit mit ZTE ausgeht, werden die vorgänge rund um ZTE und demnächst voraussichtlich auch mit Huawei die chinesische Regierung erst recht in ihrem Plan bestätigen, alles zu versuchen, um eine eigene Halbleiterindustrie in China aufzubauen.

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

USA bestrafen ZTE
China: über ARM-Joint-Venture zur IC-Unabhängigkeit
Will China Übernahme von NXP verhindern?
Cambricon will China aus AI-Abhängigkeit befreien
China steigt 2019 in Speicher-IC-Fertigung ein
Toshiba-Memory-Übernahme vorerst abgelehnt

Verwandte Artikel

ZTE Deutschland GmbH, Huawei Technologies Deutschland GmbH