Schwerpunkte

Lieferstopp wegen Lügen

USA bestrafen ZTE

17. April 2018, 07:25 Uhr   |  Heinz Arnold

USA bestrafen ZTE
© ZTE

Das Blade V9 von ZTE: In die Smartphones und auch in das übrige Equipment von ZTE wandern viele Komponenten von amerikanischen Herstellern.

Amerikanische Firmen dürfen über die nächsten sieben Jahre keine Komponenten mehr an ZTE liefern, weil ZTE gegenüber US-Behörden gelogen habe.

In Smartphones von ZTE finden beispielsweise Chips von Qualcomm und Glas von Corning Einsatz. Im März 2017 hatte sich ZTE schuldig bekannt, US-Equipment illegal an den Iran und Nordkorea geliefert zu haben du einer Strafzahlung von 1,2 Mrd. Dollar zugestimmt. Teil der Übereinkunft war es, dass das Unternehmen gegen Mitarbeiter und Manager vorgeht, die an den Handlungen beteiligt waren. Das US-Handelsministerium beschuldigt  ZTE nun, nur vorgeblich gegen involvierte Mitarbeiter vorgegangen zu sein und einigen sogar Boni bezahlt zu haben.

Erst kürzlich hatten US-Behörden davor gewarnt, Smartphones von Huawei zu benutzen, weil sie die Kommunikationsinfrastruktur der USA gefährden könnten und zu Spionagezwecken Verwendung finden konnten. Mehrere Firmen, darunter AT&T, Verizon und Best Buy, wollten Produkte von Huawei nicht mehr verkaufen.

ZTE hat bisher nur mit einer schlichten Mitteilung auf die Maßnahmen des Department of Commerce der USA reagiert: Es würden die Auswirkungen geprüft und das Unternehmen befinde sich mit allen relevanten Parteien proaktiv im Gespräch, um entsprechend darauf zu antworten.

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

IC-Industrie unter Druck?
Die Auswirkungen auf die Halbleiterindustrie
Will China Übernahme von NXP verhindern?

Verwandte Artikel

ZTE Deutschland GmbH, QUALCOMM CDMA Technologies GmbH, Dow Corning GmbH