DSRC und C-V2X kombiniert

Autotalks präsentiert ersten globalen V2X-Chipsatz

7. September 2018, 10:40 Uhr | Heinz Arnold
Hagai Zyss, CEO von Autotalks: »Aufgrund unserer multidisziplinärer Erfahrung auf den Gebieten der V2X-Technik und in der Entwicklung von sehr sicheren Kommunikationssystee für Fahrzeuge konnten wir diesen revolutionären Schritt gehen.«
Hagai Zyss, CEO von Autotalks: »Aufgrund unserer multidisziplinärer Erfahrung auf den Gebieten der V2X-Technik und in der Entwicklung von sehr sicheren Kommunikationssystee für Fahrzeuge konnten wir diesen revolutionären Schritt gehen.«
© Autotalks/Daniel Danilov

Der Vehicle-to-Everything-Chipsatz von Autotalks arbeitet als erster sowohl mit DSRC als auch C-V2X, damit der Verkehr sicherer und flüssiger wird.

»Aufgrund unserer multidisziplinärer Erfahrung auf den Gebieten der V2X-Technik und in der Entwicklung von sehr sicheren Kommunikationssystee für Fahrzeuge konnten wir diesen revolutionären Schritt gehen«, freut sich Hagai Zyss, CEO von Autotalks.

Der neue Chipsatz entspricht DSRC auf Basis der 802.11p/ITS-G5-Standards und C-V2X auf Basis der 3GPP-Spezifikationen (PC5-Protokoll). Die V2X-Kommunikation (Vehicle-to-Everyting) steht jetzt vor der Einführung in den Massenmarkt, denn die weltweit größten OEMs haben bereits angekündigt, ihre neuen Fahrzeugmodelle mit dieser Technologie ausstatten zu wollen. Denn mit Hilfe dieser Technik lassen sich  Unfälle vermeiden und der Verkehr kann besser fließen, weil sie die Informationen von anderen Sensoren ergänzt und so dass sich alle Verkehrsteilnehmer besser als bisher koordinieren lassen.

In den letzten Jahren hat sich V2X in zwei verschiedene Technologien, DSRC und C-V2X, mit grundlegend unterschiedlichen Architekturen aufgeteilt, was es schwierig macht, sie zu einem einzigen globalen System zu harmonisieren. Deshalb hat die israelische Autotalks, die zweite Generation des V2X-Chipsets zusätzlich zu DSRC auch mit C-V2X ausgestattet.

Während in den USA, Europa und Japan die DSRC-basierte V2X-Technik verwendet wird,  gewinnt C-V2X in anderen Regionen an Dynamik. Die Chipsätze hat Autotalks so entwickelt, dass sie den Anforderungen und Standards des V2X-Marktes gerecht werden, was der C-V2X-Option unmittelbar einen Vorsprung bei der Einhaltung von Sicherheits-, Umwelt-, Qualitäts-, Wärme- und anderen Vorgaben verschafft.

Die neuen Dual-Mode-Chips, die entsprechend AEC-Q100 Klasse 2 zertifiziert sind, ermöglichen es, neue globale Plattformen in kurzer Zeit auf den Markt zu bringen, weil sie Entwicklungs-, Test- und Zertifizierungsaufwand für ein V2X-System deutlich reduzieren, das über ein softwaregestütztes Umschalten zwischen den V2X-Technologien überall eingesetzt werden kann.

Das Chipset nutzt das weltweit festgelegte 5,9-GHz-ITS-Spektrum für V2X und ist netzunabhängig (Mobilfunknetz-agnostisch). Es ist keine Mobilfunk-SIM oder Netzabdeckung erforderlich, das System funktioniert ohne oder mit jedem 3G/4G/5G-Mobilfunkmodem. Die Trennung von V2X und dem Netzzugangsgerät (NAD) steigert die Wirtschaftlichkeit des Einsatzes von Telematiksteuergeräten (TCU).  Die Trennung von V2X und Infotainment im Fahrzeug stellt sicher, dass der Zweck des V2X-Systems, den Fahrer vor Gefahren auf der Straße zu warnen, nicht beeinträchtigt wird. Darüber hinaus führt die V2X-Isolierung in Kombination mit der anerkannten, führenden Position von Autotalks im Bereich der Cybersicherheit zu einer sicheren Plattform, eine grundlegende Voraussetzung und Notwendigkeit für V2X.

 

 

 


Anbieter zum Thema

zu Matchmaker+

Das könnte Sie auch interessieren

Verwandte Artikel

elektroniknet