Schwerpunkte

Gründung Responsible Copper Initiative

BMW schafft Transparenz in der Kupfer-Lieferkette

19. Januar 2018, 09:37 Uhr   |  Stefanie Eckardt

BMW schafft Transparenz in der Kupfer-Lieferkette
© BMW

Vom Abbau von Kupfer bis hin zum Verbauen im Automobil bilden Codelco und BMW den Start- und den Endpunkt in der Kupferverarbeitung und schaffen so die Klammer für neue Standards in der nachhaltigen Kupferverarbeitung. Das ergab die Kooperationsvereinbarung beider Unternehmen.

BMW und der chilenische Kupferbergbau-Konzern Codelco haben eine Vereinbarung über eine Kooperation zur nachhaltigen und transparenten Kupferbeschaffung unterzeichnet.

»Kupfer ist und bleibt in der Automobilindustrie ein sehr wichtiger Rohstoff. Insofern freuen wir uns sehr über die Möglichkeit, gemeinsam mit Codelco für nachhaltige Standards in der Kupferlieferkette einzutreten. Aus Sicht der BMW Group ist dies ein weiterer wichtiger Meilenstein in unserer Strategie für Nachhaltigkeit in den Lieferketten«, betont Thomas Thym, Leiter BMW Group Strategie Einkauf und Lieferantennetzwerk.

Durch die Responsible Copper Initiative soll eine Verpflichtung zu ökologischer und sozialer Verantwortung in der Kupferindustrie erreicht werden. Weitere Ziele der Kooperation sind die Entwicklung von Leistungsindikatoren, mit deren Hilfe die Fortschritte bei Nachhaltigkeitsaktivitäten gemessen werden können sowie eine produktive Zusammenarbeit mit Stakeholdern aufzubauen – einschließlich Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Regulierungsbehörden. So sollen das Vertrauen in Kupferprodukte gestärkt werden.

In der Vereinbarung sichert Codelco die Federführung bei der Initiierung der Responsible Copper Initiative nach ISEAL-Richtlinien zu. Dazu gehört die Förderung und Koordinierung der globalen Kupferindustrie (vom Bergbau bis zur Herstellung und Verarbeitung) sowie anderer Interessengruppen wie Verbänden, NGOs, Herstellern und Endverbrauchern an der Responsible Copper Initiative. Codelco wird sich im Rahmen der Responsible Copper Initiative dafür einsetzen, dass die entwickelten Standards und Werkzeuge den Anforderungen der Endverbraucher wie der BMW Group entsprechen.

2017 hat BMW 42.000 t Kupfer im Wert von mehr als 200 Millionen Euro eingekauft. Im Jahr 2025 will der Hersteller 25 elektrifizierte Fahrzeuge anbieten. Zu diesem Zeitpunkt wird der Kupferbedarf des Unternehmens 20.000 zusätzliche Tonnen erreichen. Das zeigt: Kupfer wird in Zukunft eine noch größere Rolle spielen. Für den Autobauer ist es deshalb von zentraler Bedeutung, eine nachhaltige Lieferkette für das gesamte Thema Elektromobilität einschließlich der Rohstoffe sicherzustellen.

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

BorgWarner treibt Fuso eCanter an
Autonomes Fahren, Elektromobilität und ein Stromausfall
Byton stellt intelligentes Elektrofahrzeug auf CES 2018 vor
Auf dem Weg zu 10-Gbit/s-Ethernet
BMW stellt neues Traktionssystem im i3 vor
Umwelthilfe fordert Überprüfung von BMW-Typzulassung

Verwandte Artikel

BMW AG