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Erster Serienauftrag für Hochleistungsrechner in China

2. Dezember 2021, 10:59 Uhr | Irina Hübner
Durch die Kombination von Funktionen aus verschiedenen Fahrzeugbereichen soll der erste für einen chinesischen Fahrzeughersteller konzipierte HPC von Continental den Weg zum bereichsübergreifenden Hochleistungsrechner ebnen.
Durch die Kombination von Funktionen aus verschiedenen Fahrzeugbereichen soll der erste für einen chinesischen Fahrzeughersteller konzipierte HPC von Continental den Weg zum bereichsübergreifenden Hochleistungsrechner ebnen.
© Continental

Von einem großen chinesischen Fahrzeughersteller hat Continental den ersten Serienauftrag für einen Hochleistungsrechner erhalten. Die Lösung wird 2023 zunächst auf der E-Fahrzeug-Plattform des Herstellers eingeführt und soll später auch in anderen Fahrzeugserien zum Einsatz kommen.

Bei dem Projekt handelt es sich nicht nur um das erste HPC-Projekt (High-Performance Computer, Hochleistungsrechner) von Continental für einen chinesischen Fahrzeughersteller, sondern auch um einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem domänenübergreifenden Hochleistungsrechner in serverbasierten Architekturen.

Die Lösung für den chinesischen Fahrzeughersteller basiert auf der zweiten Generation der Body-HPC-Plattform von Continental, bindet aber zusätzlich ein Fahrzeugsteuergerät ein. Damit beinhaltet der HPC eine Reihe von Merkmalen und Funktionen aus Bereichen, die früher voneinander getrennt waren. Neben den Aufgaben eines Gateways, wie zum Beispiel der Steuerung und Diagnose von Daten und Over-the-Air-Updates, übernimmt er auch Karosseriefunktionen wie die Zugangs-, Tür- und Fenstersteuerung.

Darüber hinaus integriert der HPC auch Fahrzeugsteuerungsfunktionen wie das Wärme- und Drehmomentmanagement für Elektrofahrzeuge und einen auf maschinellem Lernen und Edge Computing basierenden Kraftstoffverbrauchsalgorithmus für Modelle mit Verbrennungsmotor. Ein zentrales Element, das aus der Zusammenführung dieser verschiedenen Bereiche resultiert, ist der Sicherheitsanwendungsrahmen, der hohe funktionale Sicherheitsstandards in einer Echtzeit-Rechenumgebung erfüllt und die Einhaltung strenger Anforderungen an die Cybersicherheit gewährleistet. Durch die serverbasierte Architektur und die Trennung von Hardware und Software versetzt Continental den Fahrzeughersteller in die Lage, den Fahrzeughaltern neue Funktionen, Updates und Upgrades der Software über Over the Air-Dienste zur Verfügung zu stellen, wenn die Fahrzeuge bereits auf der Straße sind.

»Mit unserem ersten chinesischen Hochleistungsrechner treiben wir die Revolution hin zu softwaredefinierten Fahrzeugen weltweit weiter voran. Die Einbindung unterschiedlichster Funktionen macht dieses Projekt zu einem wichtigen Schritt auf dem Weg zu zentralen, domänenübergreifenden Computing-Lösungen für die Mobilität der Zukunft«, erklärt Jean-Francois Tarabbia, Leiter des Geschäftsbereichs Connected Car Networking bei Continental. »Indem wir die Lösung mit unserem Team und mit der Unterstützung des neu gegründeten Continental China Software & System Development Centers in Chongqing entwickeln, zeigen wir auch, wie wir globales Know how transferieren, um die Anforderungen unserer Kunden in unseren Kernmärkten optimal zu erfüllen.

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