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Projekt Proreta 5

Gemeinsame Foschung an KI für automatisiertes Fahren in Städten

03. Juli 2020, 15:10 Uhr   |  Stefanie Eckardt

Gemeinsame Foschung an KI für automatisiertes Fahren in Städten
© Continental

Proreta 5 widmet sich einer der anspruchsvollsten Aufgaben für automatisiertes Fahren: der Erkennung komplexer Verkehrssituationen in Städten.

Mit der TU Darmstadt, der Universität Bremen und der Technischen Universität Iași setzt Continental die Proreta-Forschungsprojekte fort. Proreta 5 widmet sich dem Erkennen komplexer Verkehrssituationen in Innenstädten und wie Algorithmen aus Sensordaten Fahrentscheidungen ableiten.

Das auf dreieinhalb Jahre Laufzeit angelegte Proreta 5 Projekt (2019 bis 2022) untersucht die Algorithmen der Kognition, Verhaltensvorhersage und Entscheidungsfindung in einem von Continental aufgebauten und ausgerüsteten Demonstrationsfahrzeug. Ziel ist es, zum Projektabschluss im September 2022, die Leistung der neuen KI-gestütztenAutomation auf SAELevel 4 anhand möglichst vielfältiger Innenstadtszenarien zu bewerten und damit das Potenzial für den künftigen Einsatz aufzuzeigen. Die Algorithmen auf Basis künstlicher Intelligenz sollen in der Lage sein, solche komplexen Verkehrsszenarien richtig erkennen und deuten zu können, so dass anschließend korrekteFahrentscheidungen getroffen werden. Ein Teilbereich davon wird sein, den menschlichen Fahrer dabei zu beobachten, wie er selbst die Komplexität der Umgebung reduziert und bewertet. Die lernfähigen Algorithmen des Projektes sollen nach ähnlichen Prinzipien trainiert werden, um eine mit dem Menschen vergleichbare Fahrleistung zu erzielen.

Um die einzelnen Verarbeitungsschritte entlang der Wirkkette des automatisierten Fahrens mit neuen Lösungsansätzen optimal und zeiteffizient abdecken zu können, wurde das aktuelle Proreta-Projekt auf eine interuniversitäre und internationale Ebene ausgeweitet. Die langjährige Zusammenarbeit zwischen Continental und der TU Darmstadt, die sich jeweils einzelnen Teilaufgaben der Fahrerassistenz und der Automation gewidmet hat, bildet in der laufenden Forschungskooperation die Grundlage für die Einbindung weiterer Hochschulen.

Seitens der Universität Bremen kommt im Forschungsprojekt die Expertise im Bereich der Umgebungserkennung durch Sensordatenfusion hinzu. Die Universität Iași in Rumänien wiederum konzentriert sich auf die Vorhersage des Verhaltens anderer Verkehrsteilnehmer. Das Team an der TU Darmstadt fokussiert sich auf die Themen Systems und Safety Engineering, Trajektorienplanung sowie Regelungstechnik. Inzwischen hat Proreta den zweiten Meilenstein erreicht: Aktuell läuft in Bremen die erste Messkampagne zur Aufzeichnung von Trainingsdaten in dem Prototypfahrzeug mit Software und Hardware von Continental. Das zunächst in Bremen trainierte Fahrzeug wird im Projektverlauf für weitere Testfahrten an die TU Darmstadt übergeben.

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