Schwerpunkte

RTI tritt Teleoperation Consortium bei

Fernsteuerung autonomer Fahrzeuge in komplexen Situationen

07. Juni 2021, 11:42 Uhr   |  Irina Hübner

Fernsteuerung autonomer Fahrzeuge in komplexen Situationen
© RTI | elektroniknet

Real-Time Innovations (RTI) ist dem Teleoperation Consortium (TC) beigetreten. Das gemeinnützige Konsortium ermittelt zentrale Themen des Teleoperation-Fahrzeugmarktes und geht diese an.

Zusammen mit dem Teleoperation Consortium will RTI das Wachstum dieses Marktes ankurbeln, das Bewusstsein dafür schärfen und die Leitlinien der Branche für die Entwicklung und den Einsatz von Teleoperationen bei autonomen Fahrzeugen vorantreiben.
 
Die Teleoperation von Fahrzeugen bzw. das ferngesteuerte Fahren ist eine kritische Komponente des Ökosystems autonomer Fahrzeuge. Um die Lücke zwischen den derzeitigen Fähigkeiten für das autonome Fahren und einer weit verbreiteten Akzeptanz zu schließen, ist menschliche Fernhilfe erforderlich. Die Teleoperation hilft fahrerlosen Fahrzeugen, in komplizierten Situationen zu navigieren.
 
Die Konnektivität für Teleoperationen ist äußerst anspruchsvoll. Die Anwendungen erfordern eine hohe Zuverlässigkeit und Echtzeitleistung, obwohl die Konnektivität häufig unzuverlässig und die Bandbreite variabel ist. Abhängig von der Nähe des Betreibers kann die Kommunikation auch lokale LAN, weiträumige WAN, öffentliche und private Netzwerke umfassen.

Vernetzungslösung RTI Connext Drive

RTI Connext Drive ist eine vollständige Konnektivitätslösung für die Entwicklung autonomer Fahrzeuge. Das Software-Framework für autonome Systeme ermöglicht einen einfachen Remote-Betrieb in Echtzeit über jedes Netzwerk. Ändert sich beispielsweise die Netzwerkverbindung in Abhängigkeit von der Bewegung des Systems, bleibt die Konnektivität bestehen – nahtlos ohne erneutes Verbinden, sicher ohne Neuverhandlung und zuverlässig ohne den Verlust von Informationen. So lässt sich der Remote-Betrieb in Echtzeit ohne Unterbrechung fortsetzen. Connext bietet die für die Teleoperation erforderliche bidirektionale Hochgeschwindigkeitskommunikation.
 
Connext Drive basiert auf dem Data-Distribution-Service- (DDS-)Konnektivitätsstandard. Dieser ist in vielen Branchen vom Verteidigungswesen bis hin zu medizinischen Geräten verbreitet. Die Nutzung dieses Standards bietet Autoherstellern das erforderliche Ökosystem, um verschiedene Echtzeitumgebungen abzudecken, Sensorinformationen mit der intelligenten Steuerung im Fahrzeug zu vereinen, Verbindungen zu Systemen außerhalb des Fahrzeugs herzustellen, Systeme im Laufe der Zeit weiterzuentwickeln und Security einzubauen.

Der CEO von RTI und das Teleoperation Consortium

RTI-CEO Stan Schneider ist im Zuge des Beitritts von RTI zum Teleoperation Consortium dessen Board of Directors beigetreten. Schneider promovierte in Elektrotechnik und Informatik in Stanford mit dem Schwerpunkt auf dynamischer Steuerung und strategischer Teleoperation autonomer Systeme. Zudem bringt er eine langjährige Erfahrung in Konsortien mit, unter anderem als Mitglied des Lenkungsausschusses und als stellvertretender Vorsitzender im Industrial Internet Consortium (IIC). Zusammen mit den Automotive-Experten seines Unternehmens will er mit den Mitgliedern des Teleoperation Consortium die Richtung und die technische Zukunft des Teleoperation-Marktes vorgeben.
 
Das Teleoperation Consortium ist ein gemeinnütziger Unternehmensverband, der die Zusammenarbeit von Firmen, Organisationen und staatlichen Einrichtungen ermöglicht, die an der Entwicklung einer bidirektionalen Fahrzeugkommunikation beteiligt sind.

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