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»Das ganze Team trägt die Unternehmenswerte engagiert mit«

24. Februar 2020, 13:45 Uhr | Nicole Wörner

Fortsetzung des Artikels von Teil 2

Führungsstil, Fehlerkultur und die Chancen für die Zukunft

Wie würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben?

Führung ist nur dann auffällig, wenn sie nicht funktioniert. Und sie ist nur glaubhaft, wenn sie den persönlichen Prinzipien entspricht. Wer sich eine Rolle aneignen will – zum Beispiel indem er ein Buch liest –, die aber den persönlichen Überzeugungen widerspricht, ist niemals authentisch und damit auch nicht überzeugend. Ich würde meinen Führungsstil als persönlich, situativ und menschlich zugewandt bezeichnen. Die Basis dafür sind Vertrauen und Fairness. Ich höre meinen Mitarbeitern zu und betrachte sie als die Experten auf ihrem Gebiet, lasse ihnen freie Hand und mische mich nur ein, wenn es nötig ist oder jemand in meiner – fast immer offenen – Tür steht und mit einem Anliegen zu mir kommt. Störungen aufgreifen, sobald man sie wahrnimmt, trägt dabei ebenso zu einem guten Klima bei wie ein respektvoller und wertschätzender Umgang miteinander.

Wie würden Sie die Fehlerkultur bei Spectrum beschreiben?

Eine gute Fehlerkultur ist für uns von extremer Wichtigkeit. Es geht vor allem darum, wie Fehler künftig vermieden werden können, und nicht darum, wer sie verursacht hat. Prozessverbesserung ist der Motor unseres Handelns – und jeder hier darf Vorschläge und Anregungen für die Verbesserung der Abläufe vortragen, nicht nur für den eigenen Arbeitsplatz, sondern für alle Bereiche des Unternehmens. Fehler bergen für mich also immer die Chance, besser zu werden in dem was wir tun.

Rückblickend: Hätten Sie an irgendeiner Stelle anders entschieden? Oder gar die Weichen in eine ganz andere Richtung gestellt?

Über solche Fragen zerbreche ich mir nicht den Kopf. Zu ihrer Zeit war jede Entscheidung die richtige, weil ich alle wichtigen Faktoren, die dafür eine Rolle gespielt haben, reiflich abgewogen habe und zu einem Ergebnis gekommen bin. Daran ändert sich ja auch in der Rückschau nichts. Kritisches Reflektieren ist allerdings ein Muss; fatal ist es nur, denke ich, an einer Entscheidung unbeirrt festzuhalten, obwohl sie sich als Fehler herausgestellt hat. Besser man gesteht sich dies ein und versucht, den Irrtum zu korrigieren.

Blicken wir in die Zukunft. Wo sehen Sie die größten Chancen für das Unternehmen?

Ich halte es da mit André Malraux: „Wer in der Zukunft lesen will, muss in der Vergangenheit blättern.“ Was uns in der Vergangenheit nach vorn gebracht hat, sind nicht langfristige Prognosen auf etwas, von dem wir glauben, dass es vielleicht stattfinden könnte, sondern das schnelle und flexible Reagieren auf die aktuellen, mannigfaltigen Aufgaben und Herausforderungen, denen sich ein Wirtschaftsunternehmen stellen muss. Und das hat sich bewährt. Ganz unbescheiden sehe ich die größte Chance für die Zukunft also darin, so weiterzumachen wie bisher. Mit einem exzellenten Team von Mitarbeitern, mit dem Fokus auf hervorragender Qualität und maximaler Kundenorientierung. Dabei wach und beweglich zu bleiben und alles im Blick zu behalten – so haben wir beispielsweise vor Kurzem unsere Produktion modernisiert mit dem Augenmerk auf Ergonomie, Effizienz und die Schaffung weiterer Arbeitsplätze für neue Mitarbeiter. Always be prepared!


  1. »Das ganze Team trägt die Unternehmenswerte engagiert mit«
  2. »Wir sind nicht am schnellen Geld interessiert«
  3. Führungsstil, Fehlerkultur und die Chancen für die Zukunft

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