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Interview mit Carsten Gralla, Spectrum

»Die Strukturen müssen mitwachsen können«

Carsten Gralla, Spectrum Instrumentation: »Ich möchte Spectrum auf die nächsten Wachstumsstufen vorbereiten und dabei auf jeden Fall die besondere Unternehmenskultur erhalten.«
Carsten Gralla, Spectrum Instrumentation: »Ich möchte Spectrum auf die nächsten Wachstumsstufen vorbereiten und dabei auf jeden Fall die besondere Unternehmenskultur erhalten.«
© Spectrum Instrumentation

Mit Carsten Gralla hat sich Spectrum Instrumentation einen ausgewiesenen Industrieexperten ins Boot geholt. Er wird das Unternehmen künftig gemeinsam mit Gründerin und Geschäftsführerin Gisela Hassler leiten. Damit beginnt für ihn, aber auch für das Unternehmen eine neue Lebensphase.

Markt&Technik: Herr Gralla, seit 1. Januar sind Sie neben Gisela Hassler Geschäftsführer von Spectrum. Was waren die Hintergründe für die Erweiterung der Unternehmensleitung?

Carsten Gralla: Die vergangenen Jahre waren bei Spectrum stark von Wachstum geprägt. Diese erfreuliche Entwicklung soll fortgesetzt werden, dafür ist es natürlich wichtig, dass die Organisation und die Strukturen mitwachsen können. Ich habe solche Entwicklungen vielfach begleitet und freue mich darauf, diese und andere Aufgaben in Angriff zu nehmen, damit die Management-Aufgaben zukünftig auf mehrere Schultern verteilt werden können.

Wo haben Sie diese Erfahrungen gesammelt? Wie war Ihr Werdegang bis zum Einstieg bei Spectrum?

Nun, nach einer kaufmännischen Ausbildung und einem Maschinenbaustudium startete ich bei meinem damaligen Ausbildungsbetrieb, dem Oberflächen- und Wärmebehandlungsexperten Impreglon und stieg im Laufe der Jahre bis zum Geschäftsführer auf. Nach dem Börsengang der Unternehmensgruppe wurde ich Mitglied des Vorstands mit den Ressorts Vertrieb, Marketing, IT und Qualitätsmanagement. Nach der Übernahme des Konzerns durch den Aalberts-Konzern war ich im Bereich Surface Technologies weitere sechs Jahre im Top-Level Management als Business Unit Director mit Verantwortung für einen eigenen Geschäftsbereich tätig. Ich war dem Unternehmen tatsächlich 32 Jahre lang verbunden, so etwas ist heutzutage wohl eher die Ausnahme.

Was hat Sie bewogen, von Ihrer bisherigen Position zu Spectrum zu wechseln? Was hat Sie an der neuen Aufgabe besonders gereizt?

Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen hatte ich nach über 30 Jahren im gleichen Unternehmen Lust, mich noch einmal beruflich zu verändern; die Zeit war reif dafür. Parallel erfuhr ich von Frau Hassler, dass sie Verstärkung für das Management-Team von Spectrum suchte. Wir kennen und schätzen uns seit vielen Jahren und waren uns sicher, gut zusammenarbeiten zu können. Außerdem finde ich die Produkte von Spectrum und ihre Einsatzmöglichkeiten bei den unterschiedlichsten Anwendungen faszinierend. Vor allem aber haben mich die Dynamik einer kleineren Organisation und das Potential des Unternehmens gereizt. Mich begeistert es, die Entwicklung eines Unternehmens und der Menschen, die dort arbeiten, aktiv mit zu gestalten.

Wie waren beim Start Ihre ersten Eindrücke?

Mich hat von Anfang an die Unternehmenskultur bei Spectrum beeindruckt. Sie ist geprägt von hoher Fachkompetenz und konsequenter Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Kunden. Intern herrscht eine Kultur von Offenheit, Hilfsbereitschaft und Selbstbewusstsein für die eigenen Leistungen. Es wird großer Wert auf gute Kommunikation gelegt, das gilt für den Kontakt zu Kunden genauso wie für die interne Kommunikation im Unternehmen.

Was haben Sie als Erstes getan?

Als erstes habe ich mit jedem Mitarbeiter persönlich gesprochen und mich mit allen Bereichen des Unternehmens vertraut gemacht. Danach habe ich einen Plan entwickelt, wie ich mich am schnellsten in die Organisation integrieren und Unterstützung leisten kann.

Wie haben die Mitarbeiter die Management-Erweiterung aufgenommen?

Auch hier hat sich die gute Unternehmenskultur bei Spectrum bewährt: Ich wurde den Mitarbeitern ja nicht ‚vor die Nase gesetzt’, sondern sie wurden rechtzeitig informiert und einbezogen. Wenn Vertrauen in die Geschäftsführung vorhanden ist, werden auch diese Entscheidungen erstmal grundsätzlich positiv bewertet, denke ich. Ich fühlte mich jedenfalls vom ersten Tag an sehr gut aufgenommen. Die Bereitschaft, mich in der Einarbeitungsphase zu unterstützen, war enorm und ist es immer noch.

Wie lauten Ihre Führungsgrundsätze?

Frau Hassler und ich teilen die gleichen Überzeugungen, was die Führung eines Unternehmens betrifft. Diese Übereinstimmung war letztlich ausschlaggebend für die Entscheidung, zusammen zu arbeiten. Wir beide führen direkt, kommunikativ und immer den Menschen zugewandt; für uns ist nicht so sehr das Management, sondern viel mehr das Team der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ‚Star’ des Unternehmens. Unsere Führungskultur ist von Disziplin und Zuverlässigkeit geprägt; beides unternehmerische Tugenden, die vielfach unterschätzt werden, aber meines Erachtens für eine stabile, vertrauensvolle Zusammenarbeit unverzichtbar sind.


  1. »Die Strukturen müssen mitwachsen können«
  2. Pläne, Ziele und Aussichten

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