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Gut verdienen in der Pharma-, Medizintechnik- und Healthcare-Branche

Traumgehälter – wer bietet mehr?

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Elektronik- und IT-Spezialisten können in der Pharma-, Medizintechnik- und Healthcare-Branche überdurchschnittlich gut verdienen.

In der Medizintechnik- und Pharmazeutischen Industrie zählen Ingenieure und Informatiker zu den Spitzenverdienern. Der deutsche Markt für Gesundheitsprodukte umfasst laut Bundesverband Medizintechnik rund 245 Mrd. Euro - Medizintechnik und Pharma machen davon etwa ein Viertel aus, der Rest entfällt auf Fitness, Wellness, Anti-Aging und »Functional Food«. Tim Böger, Geschäftsführer des Gehaltsspezialisten Personalmarkt: »Die Medizintechnik sucht im Gesundheitsmarkt naturgemäß die meisten Ingenieure. Aber auch die Pharmaindustrie braucht sie, vor allem für den Bereich Produktionstechnik und Anlagenbau, aber auch als Entwicklungsingenieure.«

So suchte etwa das Pharma-Unternehmen Sanofi-Aventis kürzlich Entwicklungsingenieure für neue Insulin-Pens, aber auch Experten für Kunststofftechnik, Medizin- und Feinwerktechnik. Oder Medtronik, Hersteller von Herzschrittmachern: Naturwissenschaftler, Elektro- und Medizintechniker stehen auf der Gehaltsliste, etwa als Medizinprodukteberater. Bei der Orthopädietechnik Otto Bock entwickeln Informatiker Embedded Software für die Steuerung künstlicher Gelenke. Bildgebende Systeme wie Computer- oder Magnetresonanztomographen sind ohne aufwändige Softwaresteuerung nicht möglich. Selbst Berufseinsteiger haben Chancen, sofern sie genügend Vertriebstalent mitbringen, so Wolfgang Pohl, Personalchef des Personal- und Marketingdienstleisters Pharmexx.

 

Personalberater Günter Schillinger, Chef der gleichnamigen Personalberatung und seit fast 30 Jahren in der Branche, kann einen Jobwechsel empfehlen: »Im Prinzip lohnt sich für jeden der Wechsel zur Medizintechnik, hier ist das Lohnniveau am höchsten, im Schnitt 10 - 30 Prozent höher als in anderen Branchen«. 10 bis 30 Prozent höher – das geht nur deshalb, weil die Branche wesentlich langfristiger tickt als etwa die kurzfristige, zyklenabhängige Halbleiterindustrie und längst nicht so konjunkturabhängig ist.

Die Unternehmen profitieren von ihrer hohen Innovationskraft und der relativ konstanten Nachfrage im Gesundheitswesen. Das untermauern die neuesten Zahlen des Branchenverbands Spectaris. »Insgesamt hat sich die Medizintechnik trotz der Wirtschaftskrise vergleichsweise erfolgreich behauptet. Daher werden die Auswirkungen der Krise nach derzeitigem Kenntnisstand geringer sein als in anderen Bereichen«, sagt Spectaris-Geschäftsführer Sven Behrens. Die rund 1.250 deutschen Medizintechnikhersteller spüren zwar die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise, doch bisher zeigt sich die Branche noch überwiegend stabil. Für das Gesamtjahr 2009 erwartet man ein Umsatzminus von drei Prozent. Hinter USA und Japan steht Deutschland mit einem Anteil von zehn Prozent auf Platz drei der Weltrangliste.

 


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