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Regierung greift unterstützend ein

Samsung stockt Investitionen in Halbleitertechnologie auf

14. Mai 2021, 06:36 Uhr   |  dpa, Newsdesk st

Samsung stockt Investitionen in Halbleitertechnologie auf
© Adobe Stock

Halbleiter

Weltweit erhöhen große Chip-Hersteller wegen der Knappheit von Halbleiter-Modulen ihre Investitionen. Auch Samsung legt nach. Auch für andere Unternehmen kommt Unterstützung von der Regierung.

Der südkoreanische Elektronikriese Samsung will angesichts der globalen Halbleiter-Knappheit seine Milliarden-Investitionen kräftig aufstocken. Bis 2030 sollen 171 Billionen Won (etwa 125 Milliarden Euro) in das Geschäft mit System-LSI- und der Auftragsfertigung (Foundry) investiert werden, wie der weltweit größte Hersteller von Speicherchips mitteilte. Samsung hatte im April 2019 Investitionen von 133 Billionen Won angekündigt. Südkoreas Regierung kündigte größere Steuervergünstigungen und Kredithilfen an, um die Investitionsvorhaben der einheimischen Chip-Industrie zu stützen.

Mit den höheren Ausgaben will Samsung Electronics sein Ziel erreichen, bis 2030 führender Hersteller von Logik-Chips zu werden. Zu diesem Zweck hat Samsung in den vergangenen zwei Jahren mit verschiedenen Halbleiterdesign-Unternehmen, Komponenten- und Equipment-Herstellern sowie Forschungseinrichtungen zusammengearbeitet, hieß es.

Das Unternehmen begann eigenen Angaben zufolge zudem mit dem Bau einer neuen Produktionslinie in seinem Fertigungskomplex in der etwa 65 Kilometer südlich von Seoul entfernten Stadt Pyeongtaek. Die Linie soll in der zweiten Hälfte 2022 fertiggestellt werden und 14-nm-DRAMs sowie 5-nm-Logikhalbleiter mithilfe von EUV fertigen.

Auch andere große Chip-Unternehmen wie der Branchenprimus Intel in den USA und TSMC in Taiwan wollen mit weiteren Milliarden-Investitionen ihre Kapazitäten deutlich erweitern. Die Knappheit wurde auch von der sprunghaft gestiegenen Nachfrage nach Technik wie Laptops in der Corona-Pandemie ausgelöst.

Südkorea müsse die Spitzenposition bei Speicherchips festigen und die Nummer eins bei Systemhalbleitern werden, sagte Staatspräsident Moon Jae In bei einem Besuch am Samsung-Produktionsstandort in Pyeongtaek. Nur so könne das Land sein Ziel erreichen, »bis 2030 ein Halbleiter-Machtzentrum zu werden«.

Laut Moon wollen die südkoreanischen Chip-Unternehmen einschließlich Samsung sowie Sk hynix in den nächsten zehn Jahren 510 Billionen Won (etwa 373 Milliarden Euro) oder mehr investieren. »Die Halbleiter-Industrie hat sich jenseits des Wettbewerbs zwischen Unternehmen zu einer Ära des Wettbewerbs zwischen Ländern hinbewegt.« Um die Re-Organisation der globalen Lieferketten zu bewältigen, werde die Regierung Unterstützung wie etwa Steuervorteile auf nationaler Ebene anbieten.

Geplant sind unter anderem bis 2024 Steuerreduzierungen um bis zu 50 Prozent bei Forschung und Entwicklung sowie bis zu 20 Prozent bei Anlageinvestitionen. Mehr als eine Billion Won soll für Kredite zu günstigen Zinsen für Sachinvestitionen bereitgestellt werden.

Nach den Plänen der Regierung soll im westlichen Teil des Landes, Pyeongtaek eingeschlossen, der »K(orea)-Halbleiter-Gürtel« entstehen. Dieser soll den gesamten Umfang des Halbleiter-Geschäfts einschließlich der Fertigung, Materialien und des Designs umfassen.

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