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NAND-IC-Preise steigen um 3 bis 8 %

17. März 2021, 09:09 Uhr   |  Heinz Arnold

NAND-IC-Preise steigen um 3 bis 8 %
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Die Preisentwicklung in verschiedenen NAND-Flash-IC-Sektoren im ersten und zweiten Quartal 2021.

Die NAND-Hersteller mit Samsung, YMTC, SK Hynix und Intel an der Spitze werden im zweiten Quartal 2021 ihre Kapazitäten weiter ausbauen.

Gemessen in Bit wird der Ausstoß laut Trendforce gegenüber dem ersten Quartal 2021 um 10 Prozent nach oben klettern. Der Bedarf steigt ebenfalls. Seit dem ersten Quartal hätten die Bestellungen von PC- und von chinesischen Smartphone-Herstellern ebenso wieder zugenommen  wie die Nachfrage aus dem Bereich der Datenzentren im zweiten Quartal 2021. Außerdem würden die Kunden Endprodukte wie SSDs und eMMCs auf Lager legen, weil NAND-Flash-Controller knapp wären. Deshalb rechnet Trendforce damit, dass die Preise für NAND-Flash-Speicher im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal 2021 um 3 bis 8 Prozent steigen. Im ersten Quartal 2021 waren sie gegenüber dem vorausgegangenen Quartal noch zwischen 5 und 10 Prozent gefallen.

Zudem war Samsung mit der Fab in Austin von dem durch einen harten Winter hervorgerufenen Stromausfall in Texas betroffen.  Weil die Fab derzeit erst wieder zur vollen Kapazität hochläuft, könne Samsung nicht die gewohnte Menge an NAND-IC-Controllern und SSDs fertigen, was zu weiteren Preissteigerungen im zweiten Quartal führen könne.

Außerdem sorge die Corona-Pandemie für eine weiterhin starke Nachfrage nach Laptops in der zweiten Jahreshälfte 2021. Auch in Hinblick darauf bauen die PC-Hersteller ihre Lagerbestände an Client-SDDs aus. Deshalb prognostiziert Trendforce, dass die Preise Client-SSDs im zweiten Quartal um 3 bis 8 Prozent anziehen werden.

Im Sektor der Datenzentren seien die Lagerbereinigungen jetzt laut Trendforce abgeschlossen, die Nachfrage nach Enterprise-SSDs belebe sich nun wieder. Außerdem steige auch die Nachfrage nach IT-Ausrüstungen von staatlichen Stellen, aus dem Gesundheitssektor und aus den Finanzmärkten. Auf der anderen Seite sind die Hersteller von NAND-Flash-ICs nicht mehr gezwungen, ihre Lager über niedrige Preise zu reduzieren.  Deshalb würden die Preise für Enterprise-SSDs im zweiten Quartal stabil bleiben.

Auf dem Gebiet der eMMCs rechnen die Analysten von Trendforce mit einem Preisanstieg zwischen 3 und 8 Prozent im zweiten Quartal, unter anderem wegen dem starken Bedarf der Hersteller von Chromebooks. Die eMMCs mit Speicherkapazitäten unter 32 GB nutzen vor allem 2D-NAND-Speicher-ICs oder 3D-NAND-Typen mit relativ geringer Speicherkapazität, deren Produktion die Hersteller nun zugunsten von NAND-ICs mit höherer Speicherfähigkeit zurückfahren. Deshalb würde der seit längerem zu beobachtende Preisverfall in diesem Sektor an sein Ende kommen. Die Preise von eMMCs würden deshalb im zweiten Quartal 2021 um 3 bis 8 Prozent steigen. Dagegen blieben die Preise für UFS-Produkte stabil.

Den Preisen für NAND-Flash-Wafer sagen die Marktforscher ein Wachstum von 5 bis 10 Prozent voraus, einerseits weil die Nachfrage aus verschiedenen Marktsektoren hoch sei, andererseits, weil die Hersteller ihre Lieferung gemessen in Bis zugunsten von Produkte mit höheren Margen zurückfahren.

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