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Navitas Semiconductor / Galliumnitrid

Neues GaNFast-IC für bis zu 500 W

11. Februar 2021, 10:28 Uhr   |  Ralf Higgelke

Neues GaNFast-IC für bis zu 500 W
© Navitas Semiconductor

Mit dem NV6128 hat Navitas Semiconductor seine Familie an GaNFast-Power-ICs nach oben erweitert. Der Baustein kann in seinem 6 mm × 8 mm großen PQFN-Gehäuse bis zu 20 A bei einer Sperrspannung von 650 V schalten. Aber er kann noch mehr.

»Mit dem NV6128 erweitern wir den Leistungsbereich auf unserer GaNFast-Familie auf 500 Watt für den Consumer-Markt «, erklärte Gene Sheridan, CEO und Mitgründer von Navitas. Dazu gehören All-in-One-PCs, Fernseher, Spielekonsolen, Ladegeräte für eMobility (eScooter, eBikes), Gaming-Laptops und mehr. »Aber darüber hinaus blicken wir auf Anwendungen im Bereich mehrerer Kilowatt für Rechenzentren, Elektromobilität und erneuerbare Energien«, so Sheridan

Die Leistungs-ICs der GaNFast-Serie integrieren sowohl den Leistungs-FET als auch die Gate-Treiber sowie die Schutz- und Regelfunktionen in Galliumnitrid (GaN). Der NV6128 mit einem Einschaltwiderstand von 70 mΩ liefert 20 A (kurzzeitig auch 40 A) in einem 6 mm × 8 mm großen PQFN-Gehäuse mit einem proprietären, integrierten Kühlpad.

Ausgelegt für den Nennbetrieb mit einer Spannung von 650 V, kann der NV6128 aber auch kurzzeitig transiente Spannungen bis 800 V bewältigen. Das Gate des Schalttransistors ist vollständig geschützt, wobei der gesamte Baustein eine ESD-Spezifikation von 2 kV erfüllt. Der NV6128 befindet sich in der Großserienfertigung und ist ab sofort bei den Vertriebspartnern von Navitas für 7,85 US-Dollar bei einer Stückzahl von 1000 erhältlich.

»Laptop-Adapter namhafter Hersteller nutzen heute immer noch siliziumbasierte Diodengleichrichter und Boost-PFC-Topologien bei 50 bis 70 Kilohertz«, bemerkte Dan Kinzer, CTO/COO und Mitgründer von Navitas. »Unser neuer NV6128 bietet die Möglichkeit, eine Totem-Pole-Architektur für die PFC-Stufe und eine komplette 300-Watt-Lösung mit einer Leistungsdichte von über 1,1 Kilowatt pro Liter zu realisieren. Mit der bestehenden 200-kHz-Ansteuerung baut der Adapter damit bis zu drei Mal kleiner und leichter als mit der Siliziumlösung. Schraubt man die Taktfrequenz in den Megaherz-Bereich, kann man einen weiteren großen Schritt in Sachen Leistungsdichte tun.«

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