embedded world 2022

TQ mit neuen CoM-Serien und Starterkits

17. Juni 2022, 12:00 Uhr | Tobias Schlichtmeier
SMARC Starterkit
TQ-Embedded hat das Starter-Kit »MB-SMARC-100100-1« entwickelt.
© TQ-Group

Auf der embedded world präsentiert TQ vier vielseitige Modulserien: TQMa243xL, TQMa64xxl, TQMa117xl und TQ110EB sowie ein neues SMARC-Starterkit. Weiterhin zeigt TQ weitere Module, Carrieboards und Single Board Computer auf Basis von CPUs und Controllern von Intel, NXP, Renesas und TI.

Am Stand 125 in Halle 5 präsentiert die TQ-Group auf der embedded world in Nürnberg ihre aktuellen Produkte und Innovationen. Von Low-Power-Designs für Echtzeitanforderungen bis hin zu Themen wie Machine Learning und KI möchte TQ Entwicklern helfen, die aktuellen Herausforderungen schneller zu meistern, so Konrad Zöpf, Deputy Director TQ-Embedded.

Echtzeitspezialisten

Das »TQMa243xL« und das »TQMa64xxL« sind untereinander Pin-kompatibel und basieren auf den Sitara-Serien »AM243x« und »AM64xx« von Texas Instruments. Sie teilen sich die Grundstruktur von ein bis vier Arm Cortex-R5F-Cores für Echtzeitaufgaben in Kombination mit einem Arm Cortex-M4F-Core für sicherheitsrelevante Aufgaben. Hinzu kommen noch zwei Programmable Real-Time Units (PRUs) für industrielle Kommunikation wie Feldbusse und echtzeitfähiges Ethernet inkl. TSN-Support. Die AM64xx-Serie verfügt zudem über bis zu zwei Arm Cortex-A53 Cores. Neben dem Pin-out teilen sich die Module auch die Abmessungen von 38 mm x 38 mm.

Crossover-Plattform

Eine weitere einlötbare Modulserie ist »TQMa117xL« auf Basis der »i.MX RT1170« Crossover-MCU von NXP. Sie bietet ein hohes Maß an Integration, unter anderem von Highspeed-Schnittstellen, verbesserten Security-Funktionen und einer Hardware-Unterstützung für grafische Anwendungen. 

Zum leichtern Einstieg in diese Modultechnik bietet TQ zusätzlich das Evaluationskit »STKa117xL« an. »Wir haben dazu alle relevanten, im Modul integrierten Interfaces als industrietaugliche Schnittstellen auf dem Carrierboard umgesetzt. Durch die zahlreichen Schnittstellen und die kleine Baugröße von 160 mm x 100 mm ist der Einsatz in unterschiedlichen Applikationen möglich, ohne dass extra ein eigenes Board-Design realisiert werden muss«, erläutert Konrad Zöpf.

High-Performance-Spezialist

Das »TQMx110EB« wiederum setzt Maßstäbe in puncto CPU-, GPU- und Systemleistung für COM-Express-Module und wird mit langfristig verfügbaren Embedded-Prozessoren angeboten: Die 11. Generation der Intel Core- und Xeon-Prozessoren sind dank des 10-nm-Fertigungsprozesses besonders energieeffizient. Es sind sowohl Ausführungen mit 45 W CPU Thermal Design Power (TDP) als auch sparsamere Versionen mit 25 W CPU TDP für die Realisierung lüfterloser Systeme verfügbar. Das COM-Express-Basic-Modul hat die Abmessungen von 125 mm x 95 mm und das Type 6 Pin-out.

Starter-Kit für SMARC

Ein Argument für den SMARC-Standard sind die kompakten Abmessungen der Module von 82 mm x 50 mm. Hierdurch eignen sie sich speziell für den Einsatz in beengten Einbausituationen. Allerdings nutzen die meisten Starter- und Evaluations-Kits größere Board-Formate wie Mini-ITX oder ATX. Damit nun auch eine richtig praxisnahe Evaluation in Schaltschränken oder auf Hutschienen möglich ist, hat TQ-Embedded das Starter-Kit »MB-SMARC-100100-1« entwickelt. Mit den Abmessungen von 100 mm x 100 mm hat das Carrierboard schon einen praxisnahen Formfaktor. Zusätzlich sind die Steckverbinder senkrecht zur Platine montiert, um die Verkabelung am realen Einsatzort zu erleichtern. Hiermit können SMARC-2.1-Module unter den echten Einsatzbedingungen getestet werden.

Trotz der kompakten Abmessungen findet sich auf dem Board auch noch Platz für bis zu drei M.2-Erweiterungskarten. Ein seitlicher Steckverbinder ermöglicht die flexible Erweiterung mit I/O-Sensorik (auch geeignet für Rapid-Prototyping). Zudem will TQ mit anwendungsoptimierten Kits den Entwicklungsprozess für seine Kunden weiter beschleunigen. So fokussiert sich das IoT/Connectivity Kit auf die aktuellen Funkverbindungen wie 5G, WiFi 6E und Bluetooth 5.2, lässt dabei aber den Klassiker RS485 mit Auto-Direction-Umschaltung und Standard-UART-Software-Interface nicht außen vor. Das KI Machine Vision Kit hat eine VPU-Beschleunigerkarte mit zwei Intel Movidius-Bausteinen (Myriad X VPU 2485) und bietet so KI-Performance.

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