Entwicklungszentrum für Batterien

Volvo Cars und Northvolt planen Eröffnung für 2022

10. Dezember 2021, 9:18 Uhr | Irina Hübner
Northvolt und Volvo zurren Joint Venture fest.
© Volvo Cars

Im Jahr 2022 wollen Volvo Cars der Batteriehersteller Northvolt ein gemeinsames Forschungs- und Entwicklungszentrum in Göteborg eröffnen. Hierzu haben die beiden Unternehmen einen Vertrag über die Gründung eines Joint Ventures unterzeichnet.

Nachdem die zwei Unternehmen bereits zu Jahresbeginn eine enge Partnerschaft angekündigt hatten, vereinbarten Volvo Cars und Northvolt in dieser Woche die Gründung eines Joint Ventures für die Entwicklung und nachhaltige Produktion von Batterien, die in den nächsten Modellgenerationen von Volvo Pkw zum Einsatz kommen.

Das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum, das Hunderte neue Arbeitsplätze schafft, ist dabei nur der Anfang. Sie ist Teil eines umfangreichen Investitionspaketes in Höhe von 30 Milliarden Schwedischen Kronen (rund 2,93 Milliarden Euro), das die Batterieentwicklung und -produktion vorantreiben soll.

Im nächsten Schritt soll eine neue europäische Produktionsstätte für die Fertigung von modernen Batteriezellen der nächsten Generation entstehen. Diese Batterien werden speziell für künftige Elektroautos von Volvo und Polestar entwickelt. Der genaue Standort des Werks wird voraussichtlich Anfang 2022 bekanntgegeben.

Synergieeffekte durch Partnerschaft

Das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum befindet sich in unmittelbarer Nähe zu den bestehenden Volvo-Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen und dem Innovationscampus Northvolt Labs im schwedischen Västerås, was Synergien und Effizienz bei der Entwicklung von Batterietechniken fördert.
 
Die Partnerschaft wird sich auf die Entwicklung maßgeschneiderter Batterien konzentrieren, die Volvo-Fahrer:innen die gewünschten Reichweiten und kurzen Ladezeiten ermöglichen sollen. Volvo Cars arbeitet mit Northvolt zusammen, um ein echtes End-to-End-System für Batterien zu schaffen, wobei das Unternehmen die Batterien selbst entwickelt und herstellt. Diese tiefe vertikale Integration ist wichtig, da Batterien der kostenmäßig größte Einzelposten von Elektroautos sind – und auch den CO2-Fußabdruck entscheidend beeinflussen.

Wegbereiter für Elektrifizierung

Auch die Suche nach einem europäischen Standort für das gemeinsame Batteriewerk biegt auf die Zielgerade ein: Die von Volvo Cars und Northvolt geplante Produktionsstätte soll eine Jahreskapazität von bis zu 50 GWh haben, was dem Batteriebedarf von rund einer halben Million E-Autos pro Jahr entspricht. Der Baubeginn ist für 2023 vorgesehen, die Großserienproduktion für 2026. Das Werk soll voraussichtlich bis zu 3.000 Arbeitsplätze schaffen.


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