Treffpunkte für die Embedded-Community

embedded worldwide, auch 2026

11. Februar 2026, 8:50 Uhr | Caspar Grote
An weltweit drei Standorten zieht die embedded world Exhibition&Conference das Fachpublikum an - wie hier 2025 in Nürnberg.
© NürnbergMesse, Thomas Geiger

Vom 10. bis 12. März trifft sich die Embedded-Branche wieder in Nürnberg. Auch in den USA und in China werden 2026 wieder je eine embedded world Exhibition&Conference stattfinden. Hat sich Anaheim als neuer Standort der embedded world North America bewährt? Und was erwartet uns heuer in Nürnberg?

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Diese Fragen beantworten unsere Gesprächspartner Benedikt Weyerer, Executive Director embedded world der NürnbergMesse, sowie Prof. Dr.-Ing. Axel Sikora, Chairman der embedded world Conference.

Nach dem Erfolg der ersten embedded world North America 2024 in Austin zog die Veranstaltung 2025 um ins kalifornische Anaheim. Wie wurde der neue Standort für die amerikanische Ausgabe der embedded world Exhibition&Conference von Ausstellern und Publikum angenommen?

Benedikt Weyerer: Anaheim wurde von Ausstellern wie auch von den Besuchern äußerst positiv aufgenommen. Die Veranstaltung konnte dort nahtlos an die Stärken der bekannten Nürnberger Ausgabe anknüpfen – insbesondere an die klare technologische Ausrichtung und den intensiven fachlichen Austausch innerhalb der Community. Der Standort bietet ein professionelles Messeumfeld und hervorragende infrastrukturelle Bedingungen, was die Durchführung zusätzlich unterstützt hat.

Wie drückt sich diese positive Entwicklung denn in Zahlen aus?

Managing Director, NürnbergMesse: »Wir haben das Vor-Corona-Niveau erreicht«
Benedikt Weyerer, Executive Director embedded world, NürnbergMesse: »Wir werden die bestehenden Formate in Nürnberg, Nordamerika und China stark ausbauen und weiterentwickeln«.
© Nürnberg Messe

Benedikt Weyerer: Gegenüber 2024 gelang es, die Anzahl der Teilnehmer um 15 Prozent auf 3.800 zu steigern. Und bei den Ausstellern war das Wachstum sogar noch deutlich größer, nach gut 180 Ausstellern im Vorjahr zeigten 2025 in Anaheim knapp 270 Firmen und Institutionen ihr Portfolio.

War der Konferenzteil ebenso erfolgreich?

Prof. Dr.-Ing. Axel Sikora: Ja, absolut. Wir konnten auf der Grundlage von erneut mehr als 300 Einreichungen auch in 2025 wieder ein sehr vielfältiges und zukunftsweisendes Programm erstellen, das dann auch eine zahlreiche Zuhörerschaft gefunden hat. Drei Dinge haben mich besonders gefreut: Wir konnten das Nürnberger Konzept mit den bewährten und interaktiven Elementen, also mit Keynotes, Sessions, und Panel Discussions übertragen. Zudem ist es gelungen, den bereits guten Austausch zwischen den Referenten in Nordamerika und Nürnberg zu vertiefen und wechselseitig zu befruchten. Und schließlich konnten wir mit meinem Kollegen Prof. Jason Hallstrom von der Florida Atlantic University ein weiteres Schwergewicht für die embedded world aktivieren. Jason hat sich 2025 als Co-Chairman warmgelaufen und wird ab 2026 die Rolle des Chairman für die nordamerikanische Ausgabe der embedded world übernehmen.

Also geht die embedded world North America in diesem Jahr in die dritte Runde?

Benedikt Weyerer: Auf jeden Fall! Nach dem erfolgreichen Auftakt in Austin und der ebenso gelungenen Weiterentwicklung 2025 in Anaheim setzen wir die Reihe konsequent fort. Die Resonanz zeigt eindeutig, dass die Embedded‑Community in Nordamerika eine eigene Plattform benötigt – und wir freuen uns darauf, diese weiter auszubauen.

Mitte Oktober 2025 fand in Shanghai die dritte embedded world Conference China statt – wie kamen dort die Keynotes, Vorträge und Workshops an?

Prof. Dr. Ing Axel Sikora, Chairman embedded world Conference
Prof. Dr. Axel Sikora, Chairman der embedded world Conference: »Im Konferenzprogramm 2026 adressieren wir übergreifend die Herausforderungen der immer komplexeren ‘Systems of Systems‘.«
© Uwe Niklas

Prof. Dr.-Ing. Axel Sikora: In Shanghai konnten wir eine sehr fokussierte Konferenz mit zwei Keynotes sowie 42 Vorträgen in drei Tracks durchführen. Mit insgesamt knapp 650 Teilnehmern ein sehr schönes Ergebnis, auf dem wir weiter aufbauen können. Auch hier sehr erfreulich, dass ein guter Austausch zwischen den Standorten möglich wurde. Interessant war vor allem, dass neben den von den bisherigen embedded world Conferences bereits gewohnten technologieorientierten Vortragstracks nun auch zwei anwendungsorientierte Tracks sehr gut nachgefragt wurden.

Ein Blick in die Zukunft: Gibt es Pläne für weitere Orte, an denen embedded world Events stattfinden sollen?

Benedikt Weyerer: Die internationale Entwicklung der embedded world verfolgen wir selbstverständlich sehr aufmerksam. Grundsätzlich ist es durchaus vorstellbar, dass wir langfristig weitere Regionen in den Blick nehmen – das Interesse aus verschiedenen Märkten ist definitiv spürbar. Für uns steht im Vordergrund, die bestehenden Formate in Nürnberg, Nordamerika und China weiterhin stark auszubauen und optimal für die Community weiterzuentwickeln.

Alle diese „Ableger“ sind aus der seit 2003 etablierten Stamm-Veranstaltung embedded world Exhibition&Conference in Nürnberg gewachsen. Nun steht die embedded world 2026 vor der Tür – gibt es hier Neuigkeiten bezüglich Ausstellerzahl und gebuchter Quadratmeter?

Benedikt Weyerer: Ja, und zwar sehr erfreuliche. In Nürnberg erwarten wir 2026 wieder über 1.100 Aussteller, die die gesamte Bandbreite der Embedded‑Wertschöpfungskette abdecken. Das zeigt, wie dynamisch und international die Branche weiterhin wächst. Die fünf Messehallen sind erneut vollständig belegt – ein starkes Zeichen für die anhaltende Bedeutung der embedded world als Leitmesse.

Und wie sieht das Rahmenprogramm in diesem Jahr aus?

Benedikt Weyerer: Das Rahmenprogramm bleibt gewohnt vielfältig und dicht. Neben der embedded world Conference und der electronic displays Conference bieten wir zahlreiche Expert Panels, Ausstellerforen und Diskussionsrunden. Außerdem gibt es spezielle Formate wie den Student Day mit einem zugeschnittenen Programm für Auszubildende und Studierende sowie das Networking‑Event #women4ew, das in diesem Jahr in Form eines Netzwerk-Frühstücks stattfindet.

Welche Highlights warten im umfangreichen Konferenzprogramm auf die Teilnehmer?

Prof. Dr.-Ing. Axel Sikora: Oh, das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Bei den vielen Highlights würde ich – bei aller Zurückhaltung eines Ingenieurs – eher von einem Feuerwerk sprechen. Die Highlights beginnen bei der Keynote von Rich Simoncic, COO von Microchip, schließen sicher die 20 Classes und die 81 Sessions mit insgesamt 243 Fachvorträgen mit ein und beinhalten auch die fünf Podiumsdiskussion zu aktuellen Themen in den Messehallen. Insgesamt mit vielen bewährten und noch viel mehr neuen Referenten, die tiefe Einblicke in technologische Entwicklungen in den globalen Märkten erlauben werden.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte hat das Programmkomitee gesetzt für die embedded world Conference 2026?

Prof. Dr.-Ing. Axel Sikora: Das Programm der embedded world Conference steht seit Jahren auf mehreren Beinen: Zum einen wollen wir ja als weltweit größte Fachkonferenz zum Thema die gesamte „Embedded Welt“ mit all ihren zahlreichen Facetten und Herausforderungen darstellen. Und in diesen einzelnen Fachgebieten stehen auch in 2026 Themen wie Embedded Intelligence, Connectivity und Embedded Security sehr prominent im Rampenlicht. Hierbei arbeiten wir erneut in bewährter Weise mit vielen Community Partnern zusammen, die uns einen Zugriff auf hervorragende Referenten und Fachspezialisten ermöglichen. Zum anderen adressieren wir aber auch übergreifend die Herausforderungen der immer komplexeren Systems of Systems, also der Gesamtsysteme in ihren Anwendungen. So gibt es in der diesjährigen embedded world Conference erstmals einen zweitägigen Track „Use Cases for Embedded“.


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