Schwerpunkte

Bosch-Kamera mit künstlicher Intelligenz

Multipfad-Ansatz zur zuverlässigen Objekterkennung

30. August 2019, 07:08 Uhr   |  Stefanie Eckardt

Multipfad-Ansatz zur zuverlässigen Objekterkennung
© Robert Bosch

Besser als das menschliche Auge, wie Bosch betont: Die neue Kameratechnik mit künstlicher Intelligenz sorgt für eine zuverlässige Objekterkennung.

Automatisiertes Fahren hängt vor allem von der Umfelderkennung ab. Dabei spielen Kameras eine wichtige Rolle, sind sie doch dem menschlichen Auge in puncto Aufbau und Funktionsweise am nächsten. Bosch setzt hier auf den Multipfad-Ansatz mit künstlicher Intelligenz zur Objekterkennung.

Automatisiertes Fahren bedeutet nicht weniger, als den Menschen am Steuer eines Autos schrittweise durch Technik abzulösen. Mehr noch: »Wir wollen das Auto zum besseren Fahrer machen und so die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen. Die Technik muss deshalb zuverlässiger arbeiten als der Mensch«, betont Bosch-Geschäftsführer Harald Kröger. Nicht zuletzt bei der Umfeldwahrnehmung ist das eine große Herausforderung. Nur wenn ein automatisiertes Fahrzeug zu jeder Zeit zuverlässig weiß, was in seiner Umwelt passiert, kann es die richtige Fahrstrategie wählen und sicher unterwegs sein. Bosch setzt für die Umfeldwahrnehmung auf verschiedene Sensorprinzipien unter anderem mit Ultraschall-, Radar- und Videotechnik. Auch weil sie dem menschlichen Auge in puncto Aufbau und Funktionsweise am nächsten sind, haben Kameras große Bedeutung beim automatisierten Fahren – und nicht erst da, sondern auch schon bei der Fahrerassistenz. Bosch hat hierfür eine neue Technik entwickelt, die noch in diesem Jahr in ersten Fahrzeugen zum Einsatz kommen soll. Dank der Verbindung eines Multipfad-Ansatzes mit künstlicher Intelligenz (KI) zur Objekterkennung wird die Umfeldwahrnehmung deutlich zuverlässiger und der Straßenverkehr sicherer.

Bosch-Ingenieure haben ihrer neuen Mono-Videokamera MPC3 beigebracht, zum Beispiel auch beim Fehlen von Fahrbahnmarkierungen zuverlässig erkennen zu können, ob ein Fahrbahnrand befahrbar ist oder nicht. Die Kamera-Intelligenz basiert auf dem Know-how des Automobilzulieferers und ist im Halbleiterchip V3H von Renesas integriert. Sie verbessert auch bereits verfügbare Fahrerassistenzsysteme und erweitert ihr Einsatzspektrum. Um Kollisionen zu verhindern, ist es beispielsweise denkbar, eine automatische Notbremsung auch auf verschiedene Tierarten zu realisieren. Zudem steigt die Zuverlässigkeit bei der Auslösung von Notbremsungen, weil die Kamera auch teilweise verdeckte Fußgänger wahrnehmen kann. Sie kann Text oder Ziffern auf Verkehrsschildern dank optischer Zeichenerkennung zuverlässig lesen und die Informationen dem Autofahrer über eine Einblendung im Cockpit anzeigen.

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Continental kombiniert Umfeld- und Innenraumkamera
Kriterien des Fahrerlebnisses in einem autonomen Fahrzeug
Porsche investiert in israelisches Start-up TriEye
»Der leistungsfähigste KI-Prozessor der Welt«
Great Wall Motor kooperiert mit Ibeo Automotive Systems
Ein Fehler – und jetzt?

Verwandte Artikel

Robert Bosch