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Neue Software-Entwicklung von JLR

Keine Übelkeit in automatisierten Fahrzeugen

13. August 2020, 14:30 Uhr   |  Stefanie Eckardt

Keine Übelkeit in automatisierten Fahrzeugen
© Jaguar Land Rover

Übelkeit beim Mitfahren tritt auf, wenn Augen und Gleichgewichtsorgane unterschiedliche Informationen aufnehmen, was zum Beispiel häufig beim Lesen auftritt. Damit das beim autonomen Fahren nicht passiert, arbeitet Jaguar Land Rover an neuen Software-Lösungen.

Beim Fahren lesen? Da wird es vielen Beifahrern schlecht. In einem autonomen Fahrzeug werden Menschen während der Fahrt aber arbeiten oder lesen. Reiseübelkeit ist hier nicht erwünscht. Um das zu erreichen, passt Jaguar Land Rover den Fahrstil und Fahrverhalten über Algorithmen jedem Passagier an.

In der ersten Phase des Projekts entwickelte Jaguar Land Rover bereits einen individualisierten »Wohlfühl-Modus«. Dahinter verbergen sich Daten, die analysiert haben, was zu Reisekrankheit führt und welche Reaktionen sie beim Menschen hervorruft. Anhand dieser Informationen ist es möglich, über Algorithmen die Unwohlsein auslösenden Faktoren um bis zu 60 Prozent zu reduzieren. Nun haben die Experten am Jaguar Land Rover Software Engineering Center im irischen Shannon diesen Wohlfühl-Modus auf künftige selbstfahrende Autos übertragen.

Die intelligente Software kombiniert die Daten aus über 32.000 gesammelten, realen und simulierten Testkilometern zur Erforschung der Reisekrankheit, um daraus fahrdynamische Parameter zu berechnen. Maschinelles Lernen stellt sicher, dass das Fahrzeug auf Basis jedes durch die autonome Testwagenflotte gesammelten Kilometers seinen Fahrstil und sein sonstiges Verhalten optimiert.

Diese Technologie hilft, Fahrzeuge zum automatisierten Fahren regelrecht anzulernen, dabei aber den individuellen Charakter eines jeden Modells – vom Jaguar Sportwagen bis zum vielseitigen Land Rover – beizubehalten. Ziel ist eine personalisierte Fahrzeugkabine in einer automatisierten, elektrischen und vernetzten Zukunft der Mobilität.

Reisekrankheit und Übelkeit beim Fahren ereilt zumindest zeitweise einen Großteil der Menschen und tritt vor allem dann auf, wenn die Augen Informationen aufnehmen, die von denen abweichen, die vom Gleichgewichtsorgan im Innenohr, von der Haut oder vom Körper registriert werden. Nicht selten geschieht das beim Lesen, wenn die Augen nach unten gerichtet sind. Dank des neuen Systems werden Beschleunigung, Bremsen und das Lenken oder Halten einer Fahrspur so optimiert, dass ein flaues Gefühl im Magen oder Übelkeit gar nicht erst oder nur stark abgemildert auftreten.

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