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Neue Rekorde für Elektrosegler

Antares RED.3 basiert auf Batteriezellen aus der Automobilindustrie und erhöht die Leistung im Vergleich zu bisherigen Batteriesystemen um bis zu 60 Prozent.
Antares RED.3 basiert auf Batteriezellen aus der Automobilindustrie und erhöht die Leistung im Vergleich zu bisherigen Batteriesystemen um bis zu 60 Prozent.
© Lange Aviation

Dank der dritten Batterie-Generation von Lange Aviation für den elektrischen Antrieb von Segelflugzeugen erreichen sie neu Steighöhen- und Reichweitenrekorde.


Die neue Batterie vom Typ Antares RED.3 bringt elektrische Segelflugzeuge inklusive Selbststart sicher, durchzugsstark, geräuscharm und emissionsfrei auf die Rekordsteighöhe von 5.600 m, die Reichweite kommt auf 380 km. Das ist mehr als je zuvor ein eigenstartfähiges elektrisches Segelflugzeug erreicht hat, was neue Möglichkeiten für den Elektroflug eröffnet. Die Antares.RED.3 steht ab Winter 2021/22 beispielsweise für den elektrischen Motorsegler Antares 21E zur Verfügung, dem weltweit ersten EASA-zertifizierten Flugzeug mit Elektroantrieb.

Sie basiert auf Li-Ion-21700-Zellen aus der Automobilindustrie. Mehr als 1000 dieser kompakten Zellen sind in die Tragflächen integriert und mit umfangreicher Sensorik an die Steuerelektronik und das intelligente Antares-Ladegerät angeschlossen.

Was bedeutet Steighöhe?

Sprechen Flugzeugingenieure von 5.600 m Steighöhe, so ist hiermit der kombinierte Wert aus einer ersten Steigetappe nach dem Abheben und dem wiederholten Höhengewinn im Flug zu verstehen. Welche Relevanz hat die bislang unerreichte elektrische Kapazität von Antares.RED.3? Das Ziel im Segelflug besteht darin, Aufwind zu finden, dort aufzusteigen und ohne Motorkraft so weit wie möglich zum nächsten Aufwind zu gleiten. Immer und immer wieder, manchmal sogar über Stunden. Erste Priorität im sportlich orientierten Segelflug hat dabei – einmal in der Luft – ohne Hilfen Strecken zu fliegen. Bereits beim Start steht Antares.RED für mehr Autonomie: Mit der Energie aus dem Antares.RED-Batteriesystem heben die Motorsegler aus eigener Kraft und ohne Motorengeräusche von der Piste ab. Antares-Segelflugzeuge mit elektrisch angetriebenem Propeller benötigen keine Seilwinde und kein Schleppflugzeug – auch nicht auf abgelegenen Pisten oder nach einem (ungeplanten) Zwischenstopp.

E-Motor für mehr Sicherheit und Flexibilität

Ein Motor erhöht die Sicherheit beim Segelflug und verschafft mehr Flexibilität. In Zonen ohne Thermik kann er dabei helfen, Mindestflughöhen einzuhalten, sicher zur nächsten Aufwindzone zu fliegen oder den Anflug auf den Landeplatz durchzuführen.

Bislang werden auch im Segelflug immer noch Verbrenner eingesetzt. Diese stark belasteten Antriebe sind komplex in der Bedienung (Choke, Dichte/Höhe, Feuchtigkeit im Kraftstoff...), teuer in Betrieb und Wartung und haben bezüglich der Betriebssicherheit ihre Schwächen. Verbrenner sind zudem sehr laut und auch im Cockpit unüberhörbar. Allein das Anlassen von Verbrennern in der Luft ist wesentlich komplexer als die Einhebel-Bedienung der Antares. Zudem ist das Ansprechverhalten von Verbrennern erheblich träger als bei einem hochintegrierten batteriegespeisten Antriebssystem.

Lange Aviation beschäftigt sich seit 25 Jahren mit Elektro- und Wasserstoff-Antrieben für Flugzeuge und zählt t mit 90 Flugzeugen weltweit im Markt, 150.000 Flugstunden und 600.000 Betriebsstunden zu den erfahrensten Pionieren des Elektroflugs.

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