514-nm-Laserdiode von ams Osram

Alternative zu Argon-Ionen-Lasern

11. Januar 2023, 9:29 Uhr | Nicole Wörner
ams Osrams erster kommerzieller Standard-Halbleiterlaseremitter Metal Can PLT5 522FA_P-M12
ams Osrams erster kommerzieller Standard-Halbleiterlaseremitter Metal Can PLT5 522FA_P-M12 erzeugt die spezifische Wellenlängenleistung von 514 nm, die für viele Anwendungen im Bereich Life Science in der Forschung und Diagnostik erforderlich ist.
© ams Osram

Sehr viel kleiner, günstiger und langlebiger im Vergleich zu herkömmlichen Argon-Ionen-Lasern – das sind die Argumente für ams Osrams ersten kommerziellen Standard-Halbleiterlaseremitter, der die für viele Anwendungen im Bereich Life Sciences wichtige Wellenlänge von 514 nm erzeugt.

Bislang wurden Argon-Ionen-Laser von Herstellern wissenschaftlicher und messtechnischer Systeme genutzt, um Laseremissionen bei einer Spitzenwellenlänge von 514,5 nm zu erzeugen. Die als standardisiertes Produkt konzipierte Laserdiode PLT5 522FA_P-M12 von ams Osram mit einer Wellenlänge von 514 nm (±1 nm) wiegt die Nachteile der traditionellen Laser-Lösungen nun auf.

»Ein Halbleiterlaser wie der PLT5 522FA_P-M12 ist allgemein kostengünstiger und viel kleiner als ein Argon-Ionen-Laser, hat eine längere Betriebsdauer und benötigt keine aufwendige Wasserkühlung«, sagt Thomas Brandes, Senior Product Marketing Manager bei ams Osram. »Das Gewicht einer Single-Mode-Laserdiode beträgt nur wenige Gramm, im Vergleich dazu kommen Argon-Ionen-Laser mit Kühlung und Energieversorgung auf mehrere Kilogramm.«

Frühere Bemühungen um die Herstellung von 514-nm-Laserdioden wurden durch den großen logistischen Aufwand gebremst, der in der Vergangenheit für die kundenspezifische Anpassung von Laserdioden mit einer bestimmten Wellenlänge nötig war. Mit der neuen 514-nm-Laserdiode können Kunden durch Verwendung eines VBGs (Volume Bragg Gratings) oder eines externen Resonator-Designs die Bandbreite auf <0,1 nm für Anwendungen wie Raman-Spektroskopie und Holographie reduzieren.

Die Laserdiode PLT5 522FA_P mit 50 mW optischer Ausgangsleistung bei 514 nm ±1 nm (Bin M12) ist mit Fluoreszenzfarbstoffen im 514-nm-Bereich und mit verschieden Linsen von Drittanbietern kompatibel. Das macht sie für viele Anwendungen im Bereich von Bio- und Life Science interessant, darunter Durchflusszytometrie, konfokale Mikroskopie und Spektroskopie, Materialidentifizierung und -analyse, Diagnostik, DNA-Sequenzierung und forensische Analyse.

»Der Markt für wissenschaftliche Messgeräte profitiert von einer nachhaltigen und produktionsfreundlichen Alternative, die sperrige und teure Argon-Ionen-Laser ohne Verlust an optischer Präzision oder Leistung ersetzen kann«, so Brandes weiter. »Die 514-nm-Version der PLT5 522FA_P-Laserdiodenfamilie, die die Leistung innerhalb ihrer Betriebsparameter mit einem hohen Maß an Präzision beibehält, bietet genau diese Option. So können Kunden ihre Materialkosten senken und Platz sparen, während sie gleichzeitig von der wesentlich längeren Lebensdauer einer hochwertigen Laserdiode profitieren.«

Muster der Laserdiode PLT5 522FA_P-M12 sind ab sofort erhältlich. ams Osram arbeitet zudem an einem Demonstratormodul, das die Laserdiode mit einem Treiber und einer Linse kombiniert, um einen gebündelten Strahl zu erzeugen.

Anbieter zum Thema

zu Matchmaker+

Verwandte Artikel

ams AG, Osram GmbH, OSRAM GmbH MUC