Joint Communication & Sensing

Schlüsseltechnologie für den 6G-Rollout

8. Dezember 2021, 10:56 Uhr | Nicole Wörner

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Mögliche Architekturen: Von Voll-Duplex-Betrieb bis Ad-hoc-Netzwerk

Um Joint Communication & Sensing zu realisieren, gibt es verschiedene denkbare Architekturen. Im Fall eines Voll-Duplex-Betriebs arbeitet eine Basisstation als Stand-Alone-Array und braucht ein zusätzliches Antennen-Array. Für Radar und Kommunikation werden orthogonale Wellenformen genutzt, die dieselbe physikalische Funkschnittstelle verwenden und im Frequenz-, Zeit- oder Codebereich ein Multiplexing durchlaufen. Geht man auf einen Halbduplex-Betrieb, so wird kein separates Antennen-Array benötigt. Die Basisstation sendet Kommunikationsdaten an das mobile Endgerät, das als mobiler Sensor agiert. Das Signal wird also doppelt verwendet, für die Datenkommunikation und das Sensing. Räumlich verteilte Endgeräte und Basisstationen ergeben so ein verteiltes Netz an Radarsensoren, was zu seiner sehr hohen Zielerfassungswahrscheinlichkeit führen kann. Bei einem Ad-hoc-Netzwerk wird ein Signal von einem Knoten zum nächsten übertragen und vom Ziel zurückgestreut, wodurch ein monostatisches Radar entsteht.

Kritische Punkte im Blick

Die Themen elektromagnetische Strahlung und Schutz der Privatsphäre sind im Zusammenhang mit der Integration von JC&S in 6G von besonderer Sensibilität. Entsprechend werden beim Systemdesign Vorkehrungen getroffen, frühzeitig Lösungen zu integrieren, die diese Themen adressieren.

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