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Bildsensoren für die Industrie

Die Welt genau im Auge haben


Fortsetzung des Artikels von Teil 2

Vielfältige Einsatzfelder für Bildsensoren

Welche Zielmärkte haben Sie für Ihre CMOS-Line-Image-Sensoren identifiziert?

Eduard Schäfer: Sie können beispielsweise bei visuellen Sicherheitslösungen in Lidar-Anwendungen für die Automobilindustrie zum Einsatz kommen, denn sie bieten auf einer Plattform höchste Empfindlichkeit, Leistung und Genauigkeit. So unterstützt eine Hinderniserkennung  den Fahrer, um den notwendigen Abstand zu anderen Fahrzeugen oder sonstigen Gefahren einzuhalten. Der Sensor bietet die Möglichkeit, den individuell gewünschten Abstand zu den Fahrzeugen vor oder hinter einem Objekt einzustellen. Wird der vorgegebene Wert überschritten, erhält der Fahrzeuglenker automatisch visuelle Informationen vom Bordcomputer. Der Entfernungsalarm soll dem Fahrer helfen, mithilfe der 3D-Bildgebungstechnik die Geschwindigkeit und Entfernung abzuschätzen. Diese visionsbasierte, intelligente Technik lässt sich in aktiven und passiven Fahrzeugsicherheitssystemen verwenden, die Kameras für die Abstandsmessung einsetzen. Aufgrund der höheren Auflösung, die der neue Line-Image Sensor bietet, ist eine bessere Objekterkennung möglich und wird auch Anwendungen wie Rückfahrverbesserung, Nachtsicht und Spurhaltemeldung optimieren.

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Bild 4: Eduard Schäfer ist als Produktmanager im Sensorbereich von Unitronic tätig.
© Unitronic

D&E: Intelligente Helfer im privaten Haushalt oder im gewerblichen Bereich, wie Wisch- und Staubsaugroboter, arbeiten auch mit Bildsensortechnik. Sie stellen also auch mögliche Einsatzfelder für Ihre Produkte dar, oder?

Schäfer: Genau. Autonome Geräte dieser Art benötigen ebenfalls Bildsensoren, denn sie ermöglichen ihnen die präzise Erkennung von Hindernissen. Das erlaubt es beispielsweise dem Saugroboter, bestimmte Objekte bei seinem Reinigungsprozess zu umfahren. Um ihren Reinigungsjob in der erwünschten Qualität zu bewältigen, sind diese Geräte darauf angewiesen, hochauflösende Bilder und genaue Daten über die Objekte und deren Entfernung zu erhalten, um Kollisionen und mögliche Beschädigungen an kostbaren Möbeln zu vermeiden.

D&E: Zusammengefasst: Die Bildsensoren, die Gegenstand dieses Interviews waren, haben wirklich ein breites Einsatzspektrum. Fällt Ihnen noch eine Anwendung ein, über die wir noch nicht gesprochen haben?

Schäfer: Der neue CMOS-Bildsensor in unserem Portfolio ermöglicht auch in Drohnen eine effizientere, zuverlässigere und präzisere Echtzeit-Bildverarbeitung. Hersteller der Flugkörper sind beispielsweise verpflichtet, eine hochpräzise Georeferenz von 3D-Bildern und Kartenfunktionen zu liefern. Dafür kommt die Landvermessungstechnik Lidar zum Einsatz, die auf hochpräzisen Laserscannern basiert. Diese ermöglichen es, einen Laserstrahl genau zu positionieren und auszurichten, wenn er auf ein Objekt trifft. Drohnen, die etwa für die Erstellung einer Echtzeit-Geländekarte verwendet werden, müssen aus großer Höhe verlässliche Bilder über eine Landschaft und die darin vorhandenen Objekte liefern. Unsere Sensoren verfügen über die Empfindlichkeit und Auflösung, die in diesem Umfeld zwingend notwendig ist. Damit lassen sich in Echtzeit und mit ultrahoher Auflösung fundierte Luftdatenkarten erstellen, die als Basis für Entscheidungen und daraus resultierende Maßnahmen dienen können.

D&E: Herr Schäfer, herzlichen Dank für Ihre Zeit.

Die Fragen stellte Kathrin Veigel in Zeiten von Social Distancing schriftlich.


  1. Die Welt genau im Auge haben
  2. Sensor auf Lidar-Anwendungen ausgelegt
  3. Vielfältige Einsatzfelder für Bildsensoren

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