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IoT und M2M-Kommunikation

Unitronic erweitert Sensor2Cloud Portfolio

02. April 2020, 09:06 Uhr   |  Julia Lamml

Unitronic erweitert Sensor2Cloud Portfolio
© Unitronic

Von Düsseldorf aus steuert Unitronic seine Geschäfte für die geschützte Sensor2Cloud-Marke.

Der Komplettanbieter für IoT-Systeme rüstet auf: mit Industrie-Ausrüstung von Teltonika, einer Plattform von Sierra Wireless für Datenverarbeitung und Supercaps von Cap XX baut der Handelspartner seine Dienste aus.

Der Entwicklungsdienstleister und Distributor aus Düsseldorf Unitronic, Mitglied des schwedischen Technologiekonzerns Lagercrantz Group AB, erweiterte sein Partnernetzwerk 2020 mit Teltonika aus Litauen sowie der IoT-Plattform Octave von Sierra Wireless und übernahm nach der Abkündigung von Murata die Supercaps CAP-XX. Die Kooperationen erfolgen unter der geschützten Dachmarke Sensor2Cloud. Unter dem Firmenmotto entwickelt Unitronic Lösungen für unterschiedliche Einsatzfelder, beispielsweise intelligente Sensorik, Bestimmung der Luftqualität, IoT-Gateways als Datensammler sowie Funktechniken zur stabilen Übertragung der Messwerte.

IoT-Ausrüstung aus Litauen

Teltonika Networks ist ein globaler Anbieter von IoT- und IIoT-Ausrüstung mit Sitz in Litauen. In zwei Jahrzehnten der Forschung und Entwicklung, Produktentwicklung und Herstellung von IoT- und M2M-Netzwerkgeräten hat der Hersteller ein Produktportfolio für Industrie 4.0-Konnektivitätsanwendungen geschaffen.

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Der robuste Dual-SIM 4G / LTE- und WiFi-Mobilfunk-Router RUT955 ist für sicherheitsrelevante Anwendungen im Mobilfunk und in der GPS-Ortung gedacht.

Zur Embedded World präsentierte das Unternehmen den RUT955, einen robusten Dual-SIM 4G / LTE- und WiFi-Mobilfunk-Router. Das Industriegerät verspricht hohe Sicherheit und Zuverlässigkeit und ist mit Ethernet-, digitalen und analogen E/A-, RS232-, RS485-, GNSS (GPS) -, microSD- und USB-Schnittstellen ausgestattet. Der RUT955 bietet eine Vielzahl von Funktionen, speziell für sicherheitsrelevante Anwendungen im Mobilfunk und in der GPS-Ortung. Externe Antennenanschlüsse ermöglichen es, individuelle Antennen zu verwenden, um den besten Signalstandort zu finden. Das Gerät unterstützt LTE Cat 4 mit Geschwindigkeiten von bis zu 150 Mbps. Ferner verfügt es über vier 10/100 Ethernet Ports sowie einen WAN (auch als LAN konfigurierbar) und drei LAN-Ports. Alle wichtigen Netzwerkprotokolle könnten damit operiert werden.

Cloud-Anbindung mit Sierra Wireless

Die Edge-to-Cloud-Lösung Octave von Sierra Wireless verbindet Sensorik und Edge Computing mit der Cloud. »Industrieunternehmen haben mit Octave eine völlig neue Möglichkeit, auf Maschinendaten in der Cloud zuzugreifen. Octave eliminiert die komplexen Hardware-Integrations-, Zertifizierungs- und Sicherheitsbedenken und ermöglicht es Unternehmen, nahtlos auf ihre Betriebsdaten in der Cloud zuzugreifen und diese in ihre IT-Systeme zu integrieren«, so Ali Elallali, Produkt Line Manager bei Unitronic. OEMs und Unternehmen können damit Daten über die Nutzung von Geräten und Maschinen sammeln, um beispielsweise Leistung und Betriebszeit zu maximieren, Wartungskosten zu senken und gleichzeitig verbrauchsabhängige Dienste anzubieten.

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Die Plattform Octave ist Bindeglied zwischen vernetzten Edge-Geräten und der Cloud. Sie bietet Möglichkeiten der Datenanalyse.

Octave fungiert dabei als konfigurierbares Datenzentrum für die Verwaltung und Priorisierung von Bestandsdaten. Die Plattform bietet eine eigene Intelligenz zur Verarbeitung, Pufferung, Filterung, Korrelation, Speicherung und Weiterleitung von Ereignissen und anderen Messwerten von Edge-Devices. Die Datenströme, die für die Überwachung von Industrieanlagen, die Verfolgung von IoT-Assets und andere Anwendungsfälle benötigt werden, können dynamisch veröffentlicht werden. Darüber hinaus sind auch individuelle Zugriffe auf die Daten möglich.

Die Marke Sensor2Cloud

Das Sensor2Cloud-Portfolio wird bei Unitronic stetig erweitert, um neue Bereiche zu erschließen - dazu zählen Industrie 4.0, Agrartechnik, Energy Harvesting, Smart Metering, Transportwesen, Smart Home, Automotive und Medizin. Besonders in letzterem Bereich ist Unitronic aktuell aktiv: Ein Kunde setze zum Beispiel die Supercaps von CAP-XX in einer am Körper tragbaren automatischen Insulinpumpe ein. Der SuperCap dient als Unterstützung beim Powermanagement, um die Leistungsspitzen für die Pumpe abzufangen.
Die zur Embedded World neu angekündigten System on Modules (SOM) von iWave, genauer die Xilinx Zynq UltraScale+ MPSoC, finden zudem in der medizinischen Endoskopie, in digitalem optischen Besteck und der medizinischen Bildgebung Einsatz. Im Mai 2019 erfolgte außerdem erstmalig die Kooperation mit Audiowell Electronics aus China für den Einsatz von Ultraschallsensoren.

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Internet der Dinge und M2M-Kommunikation

»Wir beschäftigen uns bereits seit vielen Jahren mit der Möglichkeit, Informationen zu generieren, zu übertragen, auszuwerten und zu interpretieren«, sagt Michael Haenel, Head of Development and IoT/M2M Communication bei Unitronic. »Dazu gehören auch die Übertragung dieser Daten von Gerät zu Gerät sowie die daraus resultierenden vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten.«

Dabei beinhaltet das Servicespektrum unter anderem IoT- und M2M-Lösungen. Auch die Interpretation der Daten spielt eine Rolle. »Dafür verwenden wir Cloud-Lösungen, die den jeweiligen Anforderungen entsprechen. Nachgelagerte Prozesse werden über entsprechende Cloud-Services mit den jeweils notwendigen Daten versorgt. Bei Bedarf kann deshalb auch remote in den Regelprozess der Applikation eingegriffen werden.«

Dienstleister für Entwicklungen

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»IoT- und M2M-Anwendungen müssen sich dabei nahtlos in die vorhandene Infrastruktur des Kunden integrieren und neben automatisierten Reaktionen auch manuelle Eingriffsmöglichkeiten zulassen«, erklärt Michael Haenel, Head of Development and IoT/M2M Communication bei Unitronic.

Unitronic ist auch Engineering-Dienstleister und betreibt eine komplette, mehrfach redundante IoT-Infrastruktur. Das Unternehmen konzentriert sich bei der Entwicklung individueller Lösungen ganz auf die Bedürfnisse der Kunden. Die IoT-Kommunikation reicht von der Prozessüberwachung, bei der zum Beispiel Temperaturen, Feuchte oder Standorte aus der Ferne kontrolliert oder Zählerstände ausgelesen werden. Dazu gehört aber auch die bidirektionale Kommunikation mit Reaktions- und Steuerungsmöglichkeiten. Hier ist oft eine Vielzahl an Geräten beteiligt, die zu einem Netzwerk verknüpft werden. »IoT- und M2M-Anwendungen müssen sich dabei nahtlos in die vorhandene Infrastruktur des Kunden integrieren und neben automatisierten Reaktionen auch manuelle Eingriffsmöglichkeiten zulassen«, erklärt Haenel.

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