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Oszilloskop-Funktion für PSI5-Bus

Airbag-Steuerungen analysieren

21. Juni 2021, 14:00 Uhr   |  Markus Haller

Airbag-Steuerungen analysieren
© zkolra | Shutterstock.com

Für die Kommunikation des Airbag-Systems wird in Fahrzeugen der offene Schnittstellenstandard PSI5 verwendet - untersuchen lässt sich der Bus mit Oszilloskop und Analyse-Software.

Fahrzeug-Airbags werden über das Peripheral Sensor Interface 5 (PSI5) gesteuert. Für Fahrzeugentwickler bietet Yokogawa eine PSI5-Analysesoftware mit Triggerfunktionen für sein Oszilloskop DLM500 an.

PSI5 ist eine offene Standard-Schnittstelle und in der Automobilindustrie weit verbreitet. Genutzt wird sie für die Kommunikation im Fahrzeug, hauptsächlich für die Airbag-Steuerung. Mit steigender Komplexität der Fahrzeug-Kommunikationssysteme steigt auch der Analyseaufwand für den PSI5-Kommunikationsbus. Die neue PSI5-Option von Yokogawa besteht aus mehreren Triggern und Protokollanalyse-Funktionen. Getriggert werden kann auf Synchronisationsimpulse, Start-of-Frame oder spezifische Bitmuster. Die Analysefunktion dekodiert Sensordaten und der Entwickler kann sie anhand verschiedener Kriterien durchsuchen. Damit vereinfacht sich die Fehlersuche.

Oszilloskop DLM5000

Die Funktion bietet Yokogawa als Software-Paket für die Oszilloskop-Serie DLM5000 an, die der japanische Hersteller im September 2020 in den Markt eingeführt hat. Entwickelt wurde sie für Entwickler von Leistungselektronik, Fahrzeugsteuerungen, Luft- und Raumfahrt und Unterhaltungselektronik. Alle Modelle der Serie arbeiten mit einem 8 bit ADC. Das Sortiment besteht aus Varianten mit 4 und 8 Messkanälen und mit 350 MHz und 500 MHz Bandbreite. Eine ausführliche Vorstellung und Vergleich mit dem Vorgängermodell finden Sie hier. Zur Analyse von Fahrzeug-Schnittstellen stehen neben dem PSI5-Analysepaket auch FlexRay, CAN, CAN FD, LIN, SENT und CXPI zur Verfügung.

Synchronisationsfunktion verfügbar

Schon zur Markteinführung hat Yokogawa angekündigt, dass bald eine Synchronisationsfunktion verfügbar sein soll, mit der sich die Messkanäle von zwei DLM5000-Modellen synchronisieren lassen. Diese Funktion ist nun verfügbar. Über ein Verbindungskabel erfolgt die Takt- und Trigger-Synchronisation der beiden Geräte und erweitert die Kanalzahl – bei zwei 8-Kanal-Geräten – auf bis zu 16 analoge und 64 digitale Kanäle. Eine gemischte Konfiguration von 4- und 8-Kanal Modellen ist ebenfalls möglich. Die Messdaten werden im Hauptgerät automatisch zu einer Datei zusammengeführt und gespeichert. Analysen lassen sich anschließend durchführen, als hätte man mit einem 16-Kanal Oszilloskop gemessen.

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