Schwerpunkte

Selbstoptimierung im Lebenslauf

Wann lügen den Job kosten kann

03. August 2017, 11:57 Uhr   |  Corinne Schindlbeck

Wann lügen den Job kosten kann
© Twitter/Screenshot @Kanzlei_Flaemig

Rechtsanwältin Dr. Sandra Flämig, sie twittert u.a. zu Arbeitsrechts-Themen.

Klappern gehört zum Handwerk: Um als Bewerber hervor zu stechen, wird manchmal aus dem vierwöchigen Urlaub in USA ein ‘Auslandsaufenthalt’ oder aus dem mittelmäßigen Englisch ein ‘verhandlungssicher’. Ab wann wird Schummeln zum Job-Risiko? Rechtsanwältin Dr. Sandra Flämig gibt Auskunft.

Statista
© Statista/YouGov

Grafik von Statista zur Selbstoptimierung im Lebenslauf: Was ist harmlos, was ist schlimm? YouGov hat das per Umfrage ermittelt. Die Stichprobe umfasste 1029 Menschen über 18.

Wer Bewerbungen schreibt, will sich dem potenziellen Arbeitgeber in möglichst gutem Licht präsentieren. Da wird nicht nur das Anschreiben aufpoliert, sondern auch der Lebenslauf auf den neuesten Stand gebracht. Aber wie weit darf die Selbstoptimierung auf dem Papier gehen?

YouGov hat ‘Vox Populi’, also die gesellschaftliche Meinung dazu abgefragt: Wenn aus dem Gelegenheitsjogger der regelmäßige Hobbyläufer wird, verzeihen das die meisten, wie aus einer aktuellen Umfrage von YouGov hervor geht. Jeder Zweite findet zwar, dass es auch bei persönlichen Interessen und Hobbys nicht in Ordnung sei, dick aufzutragen, 74 Prozent der Befragten sehen hier aber kein Problem. Beim ehrenamtlichen Engagement findet jeder Zweite eine Lüge unangebracht.

Bei den Angaben, die die Qualifizierung für den eigentlichen Job zeigen, verstehen die Befragten dann aber keinen Spaß mehr. 81 Prozent finden es nicht in Ordnung, bei Ausbildung oder Studium zu lügen, wie die Grafik von Statista zeigt. 77 Prozent halten eine Lüge bei sonstigen Qualifikationen für schlimm, 76 Prozent die Angabe eines falschen Namens.

Was sagt das Arbeitsrecht dazu?

Seite 1 von 2

1. Wann lügen den Job kosten kann
2. "Ich rate zu offenem Visier"

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Ober grüßt Unter
Mit diesen Fragen sollten Sie rechnen
In fünf Minuten zum perfekten Anschreiben
Maximal fünf Bewerbungen bis zum Job
Drei von fünf Unternehmen bekommen zu viele Bewerbungen
Über 1.400 Bewerbungen auf 20 Ausbildungsplätze
Achtung vor gefälschten Stellenanzeigen
Tinder für die Jobsuche
Diskriminierung bei Online-Bewerbungen?

Verwandte Artikel

Statista GmbH