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Nicht alle Unternehmen beachten Homeoffice-Pflicht

3. Januar 2022, 10:19 Uhr | Corinne Schindlbeck
Homeoffice
Seit Ende November müssen Unternehmen ihren Beschäftigten wieder die Möglichkeit zur Arbeit daheim anbieten - das tun nach einer Umfrage des Ifo Instituts offenbar nicht alle.
© WEKA FACHMEDIEN

Laut Ifo Institut arbeiten weniger Beschäftigte aktuell von zuhause aus als möglich - trotz Homeoffice-Pflicht.

Die steigenden Corona-Zahlen durch die vierte Welle sorgt dafür, dass wieder mehr Beschäftigte vom Homeoffice aus arbeiten - im Dezember waren es zeitweise 27,9 Prozent. Noch im im August waren es 23,8 Prozent. 

Der Höchststand vom März, als 31,7 Prozent der Beschäftigten das Büro räumten und von zuhause aus weitermachten, wird aktuell jedoch nicht erreicht. Das geht aus einer Umfrage des ifo Instituts hervor.

Der jüngste Anstieg ging quer durch alle Branchen. Bei den Dienstleistern stieg der Anteil von 33,4 auf 38,2 Prozent, im Großhandel von 15,8 auf 20,8 Prozent, in der Industrie von 16,4 auf 19,7 Prozent, im Einzelhandel von 5,3 auf 6,6 Prozent und auf dem Bau von 5,0 auf 8,5 Prozent. 

„Nicht alle Unternehmen beachten offenbar die Ende November wieder eingeführte Homeoffice-Pflicht“, sagt Jean-Victor Alipour, Experte für Homeoffice beim ifo Institut. „Die Quote ist zwar wieder gestiegen. Sie liegt jedoch gut 4 Prozentpunkte unter dem Höchstwert vom März 2021. Einzig bei den Rundfunkveranstaltern und in der Telekommunikation stieg die Quote nochmals: Dort waren 63 bzw. 65 Prozent der Mitarbeitende von zuhause für ihren Arbeitgeber tätig.“

Das ifo Institut schätzt, dass über alle Branchen hinweg 56 Prozent der Beschäftigten zumindest teilweise im Heimbüro arbeiten könnten.


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