Prof. Dr. Christoph Kutter übernimmt das Amt des Präsidenten beim VDE von Alf Hendryk Wulf. Kutter war zuvor zwei Jahre lang stellvertretender Präsident. Der Physiker ist Direktor des Fraunhofer-Instituts EMFT und Professor für Polytronische Systeme an der Universität der Bundeswehr München.
In seiner Amtszeit will Kutter besonders junge Menschen für die Arbeit im Verband gewinnen. Der VDE solle ein Ort sein, an dem „technische Neugier, verantwortungsvolle Innovation und persönliches Wachstum zusammenkommen“, so Kutter. Dabei strebe er eine langfristige Begleitung vom Studium bis zur beruflichen Etablierung an.
Einen weiteren Schwerpunkt setzt Kutter auf die Mikroelektronik. Diese sei laut dem neuen Präsidenten das „Nervensystem der Digitalisierung, der Energiewende und der Mobilität von morgen“. Deutschland und Europa müssten hier technologisch souverän bleiben – der VDE wolle dazu beitragen, diese Entwicklung aktiv mitzugestalten.
Kutter leitet seit 2012 das Fraunhofer EMFT. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Siliziumtechnologien, MEMS, flexible Elektronik, Biosystemintegration und heterogene Integration. Zuvor war er in leitenden Funktionen bei Infineon Technologies und Siemens tätig, unter anderem in der Chipkartenentwicklung sowie in Innovationsprojekten.
Alf Hendryk Wulf, bisheriger Präsident des VDE, übernimmt nun das Amt des stellvertretenden Präsidenten. Wulf ist in Aufsichts- und Beiratsgremien mehrerer Unternehmen tätig und war bereits in den Jahren 2011, 2012 sowie erneut seit 2023 Präsident des VDE.