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Hype um Clubhouse

»Die App hat auch Potential für HR«

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Die neue Social-Media-App Clubhouse elektrisiert gerade die Digitalszene.
© Christoph Dernbach/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die neue Social-Media-App Clubhouse stürmt an die Spitze der Download-Bestenliste. Sollten sich Personaler die App mal genauer anschauen? Wir haben auf Twitter erste Einschätzungen zu Clubhouse gesammelt.

Bis zu 50 Euro für «Clubhouse-Invite». Nicht nur bei eBay-Kleinanzeigen waren am Wochenende die Einladungen zur neuen Audio-App Clubhouse knapp und begehrt. Nachdem sich der Twitter-Konkurrent im vergangenen Sommer in den USA viral verbreitete, ist nun der Hype um die Social-Media-App aus dem US-Bundesstaat Utah in Deutschland angekommen. Dabei kann die App derzeit nur auf dem iPhone verwendet werden, nicht auf Android-Smartphones.

Clubhouse ist eine Audio-App, bei der die Anwender Gesprächen wie bei einem Live-Podcast zuhören oder sich aktiv an Diskussionen beteiligen können. Im Gegensatz zu Netzwerken wie Twitter kann man Beiträge nicht schriftlich kommentieren oder «Likes» vergeben.

Clubhouse nutzt das Türsteher-Prinzip, um sich interessant zu machen: ohne “Invite” kein Einlass zum exklusiven Kreis, sondern erstmal Schlange stehen oder auf Twitter um Einladung bitten:  

Denn zum Marketing-Konzept der Clubhouse-Macher gehört eine künstliche Verknappung. So sind alle Nutzerinnen und Nutzer eines Android-Smartphones außen vor. Die App wird bislang nur für iOS angeboten.

Doch auch die meisten iPhone-Besitzer, die Clubhouse installiert haben, müssen noch warten, um die App überhaupt nutzen zu können. Sie benötigen eine Einladung von einem aktiven Clubhouse-Anwender.

Am Montag verdrängte die Audio-Anwendung, die bislang nur für das iPhone verfügbar ist, den populären Messengerdienst Telegram in Deutschland von Platz zwei der Liste der am häufigsten heruntergeladenen Gratis-Anwendungen im App-Store von Apple. Auf Platz 1 liegt der Messenger Signal.

Für die virale Verbreitung setzt Clubhouse auf eine umstrittene Methode, die bereits Grundlage des rasanten Wachstums von WhatsApp war. Nachdem man die App installiert und die Einladung aktiviert hat, verlangt die App Zugriff auf sämtliche Einträge im Kontakte-Adressbuch des verwendeten iPhones. Diese Praxis wurde bei WhatsApp von Datenschützern in Europa heftig kritisiert, weil die Anwender eigentlich zuvor jeden einzelnen Kontakt um Erlaubnis fragen müssten, bevor die persönlichen Daten auf Server in den USA übertragen werden.


  1. »Die App hat auch Potential für HR«
  2. Was sagt die HR-Szene zu Clubhouse?

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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH, elektroniknet