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Erstes gedrucktes Wohnhaus

3D-Druck gegen Facharbeitermangel

26. Juli 2021, 14:31 Uhr   |  dpa ha

3D-Druck gegen Facharbeitermangel
© Guido Kirchner/dpa

Ina Scharrenbach (CDU), Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, spricht bei der Einweihungsfeier vor dem 3D-Druckhaus. Die PERI GmbH druckte im nordrhein-westfälischen Beckum das erste Wohnhaus Deutschlands.

Im westfälischen Beckum ist am Montag das erste Wohnhaus in Deutschland aus dem 3D-Drucker offiziell eröffnet worden.

Nordrhein-Westfalens Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) lobte bei dem Termin die weitreichende Vorbildfunktion des Pilotprojektes. Das neue Bauverfahren verspreche Zeitgewinn und eine Verschlankung der Bauabläufe. Dies sei vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels in der Branche ein entscheidender Vorteil. Zudem könnten bisher besonders aufwendige Formen wie Rundungen leichter umgesetzt werden.

Das zweigeschossige Einfamilienhaus hat rund 160 m² Wohnfläche. Beim Bau trägt der 3D-Drucker aus einer Düse Spezialmörtel und Beton digital gesteuert in jeweils zentimeterdicken Schichten auf. Der Drucker sei flexibel einsetzbar und schneller, weil nicht mehr Stein auf Stein gesetzt werden müsse. Er schaffe einen Quadratmeter in fünf Minuten, so das Ministerium.

NRW hat das Projekt nach Einzelprüfungen genehmigt und es mit knapp 200.000 Euro gefördert. »Jetzt gilt es, Erfahrungen mit dem Bauwerk zu sammeln und den Herstellungsprozess auf dem Markt zu etablieren, denn nur mehr Wohnraum sorgt für günstige Mieten«, sagte Scharrenbach. Das Landesministerium erhofft sich von dem Projekt Erfahrungen, die beispielgebend für die gesamte Baubranche sein dürften. In mehreren anderen Ländern, etwa in den USA oder Belgien, stehen bereits Gebäude aus dem Drucker.

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