Globalfoundries Kurzarbeit im Dresdner Werk angeordnet

Der Verlust von Kundenaufträgen treibt Globalfoundries zur Anordnung von Kurzarbeit.
Der Verlust von Kundenaufträgen treibt Globalfoundries zur Anordnung von Kurzarbeit.

Der Chip-Hersteller Globalfoundries (GF) plant wegen einer schwierigen Auftragslage in seinem Dresdner Werk Kurzarbeit. Das Unternehmen zeigt sich dennoch optimistisch für die Zukunft.

Zwar gebe es große Fortschritte bei der Einführung neuer Technologien und weiterer innovativer Produkte, aber der Verlust von Kundenaufträgen könne nicht sofort kompensiert werden, sagte Thomas Morgenstern, Geschäftsführer von Globalfoundries Dresden.

Das Ministerium werde mit der Geschäftsführung und dem Betriebsrat das Gespräch suchen, teilte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) am Dienstag mit.

Dulig zeigte sich optimistisch, dass die Kurzarbeit nur vorübergehend nötig sein wird. »Wir haben die Hoffnung, dass die Investitionen der vergangenen Monate in die neue Technologie bald ihre Wirkung entfalten werden«, teilte er am Dienstag mit. Die Auftragslage des Unternehmens werde sich dann hoffentlich schnell wieder entspannen.

Zuvor hatten mehrere Medien übereinstimmend berichtet. Der Chiphersteller beschäftigt eigenen Angaben zufolge rund 3.500 Mitarbeiter am Standort Dresden. Das Unternehmen kündigte im April an, seine Produktpalette auszubauen und künftig neben Chips etwa für Smartphones und Computer auch solche für die Automobilindustrie zu produzieren.